Demonstration
Bagger und Gleise: Kohle-Gegner setzen Protestaktionen fort

Aktivisten der Gruppierung Letzte Generation blockieren eine Straße in Köln. Foto

© Oliver Berg/dpa

Am Montag haben die letzten Aktivisten Lützerath verlassen. Der Protest geht derweil andernorts weiter. In Inden und Neurath besetzen Aktivisten Bagger und Gleise. In Köln blockieren sie den Verkehr.

Nach der Räumung von Lützerath haben Kohle-Gegner ihre Proteste am Morgen an mehreren Orten in Nordrhein-Westfalen fortgesetzt. Im Braunkohletagebau Inden wurde ein Schaufelradbagger besetzt, der daraufhin die Arbeit einstellen musste. Die Polizei Aachen sprach von etwa 20 beteiligten Aktivisten, ein Sprecher des Energiekonzerns RWE von 30 bis 40.

In der Nähe von Rommerskirchen besetzte nach Polizei- und RWE-Angaben zudem eine Gruppe von etwa 50 Aktivisten Werksbahnschienen zum Kraftwerk Neurath. Nachdem die sich geweigert hätten, die Gleise zu verlassen, seien die Protestierenden weggetragen worden, berichtete ein Sprecher der Polizei Aachen. Der „Aktionsticker Lützerath“ vermeldete etwa 130 Blockierer an der Kohlebahn am Kraftwerk Neurath. Gewalttätige Auseinandersetzungen wurden zunächst an keinem Protestort bekannt.

In Köln brachten festgeklebte Klimaaktivisten mit einer Blockade-Aktion den Berufsverkehr massiv ins Stocken. Sie saßen quer auf einer Straße und hielten ein Banner hoch, das auf die Gruppierung Letzte Generation hinwies. Dazu waren gelbe Kreuze zu sehen – die Protest-Symbole gegen den Abriss von Lützerath.

Die Polizei sperrte nach eigenen Angaben Zufahrten und führte den Verkehr vorbei. Drei Personen seien auf der Straße festgeklebt, drei seien bereits weggetragen worden, sagte eine Polizeisprecherin am Morgen. Ein dpa-Fotograf berichtete von einem Stau und wütenden Kommentaren von Autofahrern in Richtung der Aktivisten.