Lambrecht-Nachfolge
„Ich will die Bundeswehr stark machen“: Boris Pistorius wird neuer Verteidigungsminister

Boris Pistorius, bisher Innenminister von Niedersachsen, übernimmt das Verteidigungsministerium von Christine Lambrecht

© Moritz Frankenberg / DPA

Niedersachsens Innenminister Boris Pistorius folgt Christine Lambrecht als Bundesverteidigungsminister nach. In einer ersten Stellungnahme sprach der SPD-Politiker angesichts des neuen Amtes von Demut und Respekt.

Nach dem Rücktritt von Verteidigungsministerin Christine Lambrecht (SPD) wird der niedersächsische Innenminister Boris Pistorius ihr Nachfolger. Er übernehme das Amt sehr gern und wisse um dessen Bedeutung in schwierigen Zeiten, habe aber zugleich Demut und Respekt davor, sagte der SPD-Politiker am frühen Nachmittag in Hannover. Die Aufgaben für die Truppe seien gewaltig. „Ich will die Bundeswehr stark machen für die Zeit, die vor uns liegt“, kündigte Pistorius an und versicherte, er wolle die Angehörigen bei der Modernisierung „ganz eng“ mitnehmen. „Die Truppe kann sich darauf verlassen, dass ich mich wann immer es nötig ist, vor sie stellen werde.“

Bundeskanzler Olaf Scholz trat zeitgleich in Brandenburg an der Havel vor die Presse und erklärte, er sei sich sicher, dass die Bundeswehr mit Pistorius gut auskommen werde. „Ich bin überzeugt, dass das jemand ist, der mit der Truppe kann, und den die Soldatinnen und Soldaten sehr mögen werden“, sagte Scholz. Deshalb sei er sehr dankbar, dass der SPD-Politiker Ja zu der Aufgabe gesagt habe. Pistorius verfüge über sehr, sehr viele Erfahrungen in der Sicherheitspolitik. Er habe schon in seiner bisherigen Funktion sehr offen und eng mit der Bundeswehr zusammengearbeitet. Zudem sei der 62-Jährige jemand, „der auch die Kraft und Ruhe besitzt, die man für eine so große Aufgabe angesichts der jetzigen Zeitenwende braucht“.