Bergbau
Lützerath: Polizei will vor Großeinsatz mit Aktivisten reden

Polizisten sichern das Gelände beim Braunkohletagebau Garzweiler II. Foto

© Federico Gambarini/dpa

In den leeren Häusern Lützeraths leben inzwischen Klimaaktivisten. Vor dem Räumungseinsatz, der frühstens am Mittwoch starten soll, macht die Polizei ein Gesprächsangebot.

Die Polizei Aachen und der Kreis Heinsberg wollen am Dienstag über die geplante Räumung des Örtchens Lützerath und den Polizeieinsatz am Braunkohletagebau Garzweiler im Westen von Nordrhein-Westfalen informieren.

Der inzwischen von Klimaaktivisten besetzte Weiler auf dem Gebiet der Stadt Erkelenz soll abgerissen werden, um die darunter liegende Braunkohle zu gewinnen. Die Aktivisten wollen das verhindern. Die kleine Ortschaft, die direkt an das große, graue Loch grenzt, ist deshalb zu einiger Berühmtheit gekommen.

Aufruf zu friedlichem Protest

Die Informationsveranstaltung ist ein Gesprächsangebot an die Bürger der 43.000-Einwohner-Stadt Erkelenz, aber auch an dort agierende Initiativen und Aktivisten. Teilnehmen werden Aachens Polizeipräsident Dirk Weinspach und Landrat Stephan Pusch (CDU). Beide haben zu friedlichen Protesten am Tagebau aufgerufen. Die Aachener Polizei hat die Einsatzleitung für die Räumung.

Der Räumungseinsatz könnte nach Polizeiangaben frühestens am Mittwoch beginnen. Zunächst solle die Informationsveranstaltung für Bürgerinnen und Bürger durchgeführt werden, hatte Aachens Polizeipräsident gestern gesagt.

Die Polizei plant einen Großeinsatz mit Unterstützung aus dem ganzen Bundesgebiet, der bis zu vier Wochen dauern könnte. Die Gegend am Tagebau ist von Äckern und Feldern geprägt. Für einen Einsatz über mehrere Wochen mit vermutlich mehr als tausend Beamten muss Infrastruktur…