Verbände
Kritik an Scholz vor Spitzentreffen mit Autoindustrie

Bei dem Spitzentreffen von Kanzler Scholz mit der Autoindustrie werden etwa die Chefs der Autokonzerne Mercedes, VW und BMW erwartet. Foto

© Jan Woitas/dpa

Die Autoindustrie trifft sich am Dienstag mit Kanzler Scholz zum Spitzengespräch. Während die Branche ihre Forderungen vorbereitet, fühlen sich Verkehrsverbände mit anderen Schwerpunkten außen vor gelassen.

Beim nachhaltigen Umbau der Autoindustrie steht die Bundesregierung vor mehreren Problemen: Sie muss die Bedingungen schaffen, dass die Unternehmen genug Elektroautos produzieren und die Menschen sie auch kaufen. Zugleich sollen Entwicklung und Produktion möglichst im Land und Arbeitsplätze erhalten bleiben. Lösungen will der Bund gemeinsam mit der Branche entwickeln und hat deshalb eine „Strategieplattform Transformation Automobil- und Mobilitätswirtschaft“ ins Leben gerufen. Vor dem Spitzentreffen im Bundeskanzleramt an diesem Dienstag erntet sie bereits Kritik.

Denn bei dem Gespräch ist vor allem die Autoindustrie vertreten: Erwartet werden etwa die Chefs der Autokonzerne Mercedes, VW und BMW, Ola Källenius, Oliver Blume und Oliver Zipse. Auch Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) soll dabei sein, ein wichtiger VW-Anteilseigner. Dazu sind Vertreter von Zulieferern und IG-Metall-Chef Jörg Hofmann geladen. Wer aus Sicht von Kritikern fehlt: Akteure des Verkehrssektors abseits der Autobranche.

„Etikettenschwindel“

Dass sich der Titel der Plattform auf die gesamte Mobilitätswirtschaft beziehe, sei deshalb „Etikettenschwindel“, sagte am Montag Dirk Flege, Hauptgeschäftsführer des Interessenverbands Allianz pro Schiene.

Ähnlich äußerten sich der Radfahrerclub ADFC, der Bundesverband Zukunft Fahrrad sowie der Zweirad-Industrieverband. „Wo…