Krieg in der Ukraine
London erwägt offenbar auch Kampfpanzer-Lieferung an Ukraine

Der Kampfpanzer der britischen Streitkräfte vom Typ „Challenger 2“ (Archivbild). Foto

© Holger Hollemann/dpa

Nach der zugesagten Lieferung von Schützenpanzern an die Ukraine wächst der Druck, dem von Russland angegriffenen Land auch Kampfpanzer zu geben. In Großbritannien gibt es entsprechende Überlegungen, in Polen auch. Was macht Berlin?

Die Debatte um eine Lieferung westlicher Kampfpanzer an die Ukraine nimmt Fahrt auf: Nach entsprechenden Forderungen deutscher Bundestagsabgeordneter regt nun auch die polnische Regierung eine breite Koalition mehrerer Länder zur Übergabe modernerer Panzer wie etwa des deutschen Leopard an.

„Natürlich könnten wir theoretisch auch einzeln handeln, aber hier brauchen wir eine breitere Nato-Zusammenarbeit, weil wir auch unsere Verteidigungsfähigkeit aufrechterhalten müssen“, sagte Vize-Außenminister Pawel Jablonski dem polnischen öffentlich-rechtlichen Radio. Jakub Kumoch, Sicherheitsberater von Präsident Andrzej Duda, sagte dem Sender Radio Zet: „Die Sache ist im Fluss.“ Allein werde sein Land nichts unternehmen.

Auch Großbritannien erwägt einem Bericht des TV-Senders Sky News zufolge eine Lieferung von Kampfpanzern. Bis zu zehn Fahrzeuge vom Typ Challenger 2 könnten demnach zur Abwehr der russischen Angriffe an das Land gehen, berichtete der Sender. Demnach liefen entsprechende Diskussionen bereits seit Wochen. Ein solcher Schritt würde auch andere Staaten ermutigen, Kampfpanzer zu liefern, zitierte Sky News eine „ukrainische Quelle“. Der Challenger 2 ist vergleichbar mit dem deutschen Kampfpanzer Leopard, dem amerikanischen Abrams oder dem französischen Leclerc.

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