Sanktionen
Vater von Ex-Formel-1-Fahrer Masepin soll seine eigene Jacht entführt haben

Vor dem Krieg versuchte sich Familie Masepin in der Formel 1 einen Namen zu machen. Vater Dmitri zahlte, Sohn Nikita fuhr für Haas.

© PanoramiC / Imago Images

Uralkali-Chef und Oligarch Dmitri Masepin wollte offenbar nicht länger auf sein Schiff warten. Während seine Jacht „Aldabra“ auf Sardinien untersucht wurde, soll er einen sardischen Kapitän mit der illegalen Ausfuhr beauftragt haben.

Die Invasion in der Ukraine jährt sich schon bald zum ersten Mal – und die Kämpfe gegen die russischen Angreifer gehen unvermittelt weiter. Die zu Beginn verhängten Sanktionen gegen zahlreiche Oligarchen, denen Teile der westlichen Welt vorwerfen, die russische Regierung in ihrem illegalen Angriffskrieg zu unterstützen, haben weiterhin Gültigkeit.

Stark davon betroffen sind vor allem jene, deren Reichtümer sich zu Beginn des Krieges innerhalb der Reichweite von Ländern wie Deutschland, Spanien, den USA oder Italien befanden – denn aus diversen Gründen fror man hier viele Jachten, Villen und Konten vorsorglich ein.

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Masepin schipperte einfach davon

Während eine Villa recht schwer aus den Fängen der Behörden zu befreien ist, scheint das mit einer (vergleichsweise kleinen) Jacht durchaus möglich zu sein. Der „Guardian“ berichtet, dass Dmitri Masepin, Vater von Ex-Formel-1-Fahrer Nikita Masepin, eine solche Entführung gelungen sei.

Bereits im Juni soll der Oligarch einen sardischen Kapitän damit beauftragt haben, seine Jacht „Aldabra“ aus dem Hafen von Olbia zu bewegen und außerhalb der Reichweite der italienischen Behörden zu bringen. Das 22 Meter lange Schiff soll zwischen 700.000 und…