Es ist ein Albtraum: Man schmeißt eine Party – und keiner kommt. So erging es der jungen US-amerikanischen Autorin Chelsea Banning, als niemand zu ihrer Autogrammstunde erschien.

Die Fantasy-Autorin wollte ihren Debütroman „Of Crowns and Legends“, in dem es um die Kinder des sagenumwobenen Königs Arthur geht, in einem Buchladen im US-Bundesstaat Ohio vorstellen. Doch zur angekündigten Signierstunde tauchten lediglich zwei Freunde auf. Ihren Frust teilte sie später auf Twitter: „Nur zwei Leute kamen gestern zu meiner Autogrammstunde, da war ich ziemlich deprimiert, zumal 37 Leute zugesagt hatten. Irgendwie ist das ärgerlich und ehrlich gesagt auch ein bisschen beschämend.“

Margaret Atwood: „Willkommen im Club“

Bannings Tweet ging viral, als ihr viele prominente Autorinnen und Autoren mitfühlend antworteten und ihre eigenen Geschichten aus der Anfangszeit als Schreibende erzählten – Geschichten von Ablehnungen und vom Scheitern.

„Willkommen im Club“ schrieb beispielsweise die kanadische Autorin Margaret Atwood. „Ich habe einmal eine Autogrammstunde gegeben, zu der niemand kam, außer einem Typen, der Klebeband kaufen wollte und dachte, ich könne ihm da weiterhelfen.“ 

Von den Beatles bis zu J.K. Rowling wurden viele der heute weltbekannten Stars zunächst von Labels und Verlagen abgelehnt. Daran ist nichts Ungewöhnliches, wohl aber an der Tatsache, dass eine berühmte Autorin eine solche Geschichten als Reaktion auf den Post einer (noch?) unbekannten Autorin teilt. 

Margaret Atwood ist unter anderem bekannt durch ihren Roman „Der Report der Magd“ (im Original: „The Handmaid’s Tale“) von 1985, der als Vorlage für die gleichnamige Netflix-Serie diente. Zudem hat sie Dutzende von Romanen, Kurzgeschichten, Kinderbüchern und Anthologien veröffentlicht. Sie gewann zweimal den Booker Preis, den wichtigsten britischen Preis für Literatur: 2000 mit „Der blinde Mörder” („The Blind Assassin“) und 2019 mit „Die Zeuginnen“ („The Testaments“).

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