Fragen & Antworten
Frankreich simuliert regionale Stromabschaltung

Strommasten stehen auf einem Feld in der Nähe des Kernkraftwerks Bugey in Zentralfrankreich. Foto

© Laurent Cipriani/AP/dpa

Erst wurden die Menschen in Frankreich zum Stromsparen aufgerufen. Jetzt wird die Bevölkerung auf eine mögliche geplante Unterbrechung der Versorgung vorbereitet.

Schon seit Tagen wird in Frankreich über ein mögliches Abschalten der Stromversorgung im Krisenwinter diskutiert, und Staatschef Emmanuel Macron hat bereits vor Panik gewarnt. An diesem Freitag simulieren die Behörden das zeitlich begrenzte und kontrollierte Abschalten der Versorgung in einer Region. Weil etliche Atomkraftwerke gewartet werden, wird im Januar mit Engpässen beim Strom gerechnet. Die Regierung hat deshalb mit Vorbereitungen für örtlich begrenzte Stromunterbrechungen bei Spitzenbelastungen begonnen. Damit soll ein unkontrollierter Blackout abgewendet werden.

Sind Probleme zu erwarten?

Nein, es sollen nur Abläufe für eine Abschaltung simuliert werden, ohne dass an dem Tag tatsächlich eine Abschaltung vorgenommen wird.

Weshalb sorgt Frankreich sich um seine Stromversorgung?

Grund für die Gefahr von Versorgungsengpässen ist die verzögerte Wartung etlicher Atomkraftwerke. Noch immer sind rund 20 der 56 französischen Meiler nicht am Netz. Bei einem harten Winter wird im Januar befürchtet, dass die Stromerzeugung die Nachfrage zu bestimmten Momenten möglicherweise nicht wird decken können.

Geht im Ernstfall plötzlich das Licht aus?

Im Gegenteil, die betroffene Region wird für den Fall einer Stromunterbrechung am Vortag detailliert informiert. Dazu soll die zentrale Warn-App namens „ÉcoWatt“ dienen, die bereits an den Start gegangen ist und Auskunft über die Belastung des…