Umwelt
„Null Schadstoffe“ bis 2050 in EU – Es gibt Nachholbedarf

Rauch steigt aus einer Fabrik im Südosten Frankreichs. Die Europäische Union will bis 2050 eine weitgehend schadstofffreie Umwelt schaffen. Foto

© Philippe Desmazes/AFP/dpa

Die EU will in den nächsten Jahrzehnten eine weitgehend schadstofffreie Umwelt schaffen. Ein hehres Ziel. Aber wo steht die Union bei der Umsetzung? Ein neuer Bericht liefert eine Zwischenbilanz.

Bis 2050 will die Europäische Union Schadstoffe in der Umwelt umfassend reduzieren – ein neuer Bericht zeigt nun aber ein gemischtes Bild des bisherigen Erfolges. In den Bereichen Verkehrslärm und Abfall droht die EU bereits die selbst gesteckten Ziele bis 2030 zu verfehlen. Es sind daher weitere Anstrengungen notwendig, wie aus dem am Donnerstag veröffentlichten Bericht der EU-Umweltagentur EEA hervorgeht. Gute Fortschritte gebe es hingegen etwa beim Kampf gegen Luftverschmutzung und der Verbesserung der Bodenqualität.

Grundlage der Bemühungen ist der Aktionsplan „Null Schadstoffe“, den die EU-Kommission 2021 im Rahmen des sogenannten European Green Deal vorgestellt hatte. Darin steckt sie sich sechs Etappenziele für 2030, die auf dem Weg zum übergeordneten Ziel des Aktionsplans erfüllt sein müssen. Dieses lautet, dass die Verschmutzung in der EU bis zum Jahr 2050 so weit verringert werden soll, dass sie kein Risiko mehr für die menschliche Gesundheit und die Umwelt darstellt.

„Null Schadstoffe“ durch Systemwandel

Aber wie unterscheidet sich der Plan von den Vorhaben der vergangenen Jahrzehnte? Zu behebende Umweltprobleme gab es reichlich: Saurer Regen, Waldsterben, Ozon, Wasserverschmutzung durch die Industrie – das sei der Ursprung der Umweltpolitik, sagte EEA-Exekutivdirektor Hans Bruyninckx. Diese Probleme habe man ziemlich gut in den Griff bekommen, es gebe starke Erfolge. Aber: „Wir…