Welthandel
Schwache globale Nachfrage lässt Chinas Exporte einbrechen

Containerschiffe legen in einem Hafen in Nanjing in der ostchinesischen Provinz Jiangsu an. Foto

© Chinatopix via AP/dpa

Das Ausmaß des Rückgangs überrascht selbst Experten: Hohe Inflation dämpft die Kauflust und damit den Bedarf an Waren „Made in China“. Der Einbruch kommt für China zu einem ungünstigen Zeitpunkt.

Schlechte globale Nachfrage und Corona-Lockdowns in China haben den chinesischen Außenhandel unerwartet stark einbrechen lassen. Wie der Zoll am Mittwoch in Peking mitteilte, gingen die Ausfuhren in US-Dollar berechnet um 8,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat zurück. Es war schon der zweite monatliche Rückgang in Folge.

Die Einfuhren sackten um 10,6 Prozent und damit ebenfalls viel kräftiger ab als von Fachleuten vorhergesagt. Der Außenhandel entwickelte sich mit einem Minus von 9,5 Prozent noch schlechter als beim Einbruch zu Beginn der Pandemie im Mai 2020 um 9,3 Prozent.

Null-Covid-Politik erschwert Produktion

Ein wichtiger Grund für den Rückgang der Ausfuhren ist die schwache globale Nachfrage durch hohe Inflation und Energiepreise in Folge des russischen Angriffskriegs in der Ukraine. Aber auch die Störung der Lieferketten in China durch die Beschränkungen infolge der strikten chinesischen Null-Covid-Politik erschweren weiter die Produktion.

Die weit verbreiteten Lockdowns sowie die anhaltende Immobilienkrise belasten die zweitgrößte Wirtschaft. Auch wird dadurch die heimische Nachfrage gedämpft, was den Importrückgang erklärt. Im Oktober gingen die Einfuhren schon um 0,7 Prozent zurück, während die Ausfuhren erstmals seit mehr als zwei Jahren um 0,3 Prozent rückläufig waren.

Der Abschwung im chinesischen Außenhandel trifft auch deutsche…