Nationalmannschaft
Die Flick-Frage: Bundestrainer zum Rapport

Bundestrainer Hansi Flick vor dem Anpfiff zum WM-Spiel gegen Costa Rica. Foto

© Christian Charisius/dpa

Ein Dreier-Treffen soll den Weg für Bundestrainer Hansi Flick weisen. Die Top-Entscheider des deutschen Fußballs bitten den Coach zum Rapport. Darf Flick weitermachen? Und will er das überhaupt?

Die Zukunft von Bundestrainer Hansi Flick könnte sich am Mittwoch entscheiden. Erwartet wird, dass sich der 57-Jährige zur Analyse des frühen Scheiterns bei der Fußball-WM mit DFB-Präsident Bernd Neuendorf und DFL-Aufsichtsratschef Hans-Joachim Watzke trifft.

Auf Nationalmannschaftsdirektor Oliver Bierhoff als Fürsprecher muss Flick verzichten, sein Vertrauter muss den Deutschen Fußball-Bund verlassen.

Was spricht für eine Zukunft mit Flick?

Zweite Chance: Die WM war Flicks erstes großes Turnier als Bundestrainer. Es wäre übereilt, ihn jetzt schon aus dem Amt zu jagen, äußerten viele Weggefährten und Experten. Flick werde seine Lehren ziehen und an der Enttäuschung wachsen. „Sehr, sehr schnell aufarbeiten“ wolle er die WM-Pleite, versprach Flick selbst. „Ich hoffe, dass er bleibt und Punkt“, sagte Abwehrchef Antonio Rüdiger nach dem WM-Debakel.

Reputation: Flicks Sechs-Titel-Saison mit dem FC Bayern ist noch nicht so lange her. Er galt als Königslösung für die Nachfolge von Joachim Löw. Der Ruf ist zwar deutlich angekratzt, doch grundsätzliche Zweifel an Flicks Qualitäten als Trainer haben in der Branche wohl nur wenige. „Ein sehr guter, feiner Trainer“, sagte der frühere Bundestrainer Jürgen Klinsmann über den aktuellen Amtsinhaber.

Kaum Alternativen: Jürgen Klopps Berater verwies auf den langfristigen Vertrag des Kulttrainers beim FC Liverpool. Der derzeit arbeitslose Thomas…