WM-Achtelfinale
Portugal stürmt ins Viertelfinale – Schweizer enttäuschend

Portugals Goncalo Ramos (l) jubelt nach seinem Tor zum 5:1. Foto

© Tom Weller/dpa

Portugal-Coach Fernando Santos setzt Superstar Cristiano Ronaldo auf die Bank. Dessen Ersatz trifft dreifach und überzeugt wie das gesamte Team. Für die Schweiz ist wieder im Achtelfinale Schluss.

Der zum Joker degradierte Cristiano Ronaldo umarmte kurz Matchwinner Gonçalo Ramos, ließ sich alleine von den Fans bejubeln und verschwand dann eilig in der Kabine. Die übrige Mannschaft feierte nach Portugals bislang bester Turnierleistung und dem ersten Einzug ins WM-Viertelfinale nach 2006 weiter Dreifachtorschütze Ramos.

„Ich weiß nicht, was ich sagen soll. Das ist ein Traum, der in Erfüllung geht“, sagte Ramos. Ob er auch im Viertelfinale wieder für Ronaldo spielen werde, wollte der Angreifer nicht vorhersagen. „Das entscheide nicht ich, das entscheiden andere.“ 

Die Portugiesen gewannen im Lusail Stadion nach einer überzeugenden Leistung mit 6:1 (2:0) gegen die enttäuschende Schweiz. Der für Ronaldo in die Startelf gerückte Ramos mit einem Dreierpack (17./51./67. Minute), Ersatzkapitän Pepe (33.), BVB-Profi Raphael Guerreiro (55.) und Rafael Leão (90.+2)  erzielten die Tore für den Europameister von 2016. Ronaldo kam erst in der 73. Minute in die Partie. „Wir waren gut eingestellt, haben sehr gut gespielt. Es war ein großes Spiel“, sagte Trainer Fernando Santos.

Für die Schweiz war vor 83.720 Zuschauern das Tor von Manuel Akanji (58.) zu wenig, die Eidgenossen schieden das dritte Mal in Serie im WM-Achtelfinale aus. Portugal trifft am Samstag (16.00 Uhr) im Viertelfinale auf Marokko, das Spanien überraschend im Elfmeterschießen besiegt hatte.

Die „strategische“ Entscheidung zahlte sich aus