Regierungspläne zur Staatsbürgerschaft
Andere Länder, andere Pässe: So halten es andere Staaten mit der Einbürgerung

Begehrt, aber (noch) kompliziert zu bekommen: der deutsche Pass.

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Wer Deutscher werden will, dem wird es nicht immer einfach gemacht. Die Regierung will deshalb die Einbürgerung vereinfachen. Wie modern sind die Pläne? Zum Vergleiche ein Blick ins Ausland. 

Dass Menschen die Staatsbürgerschaft des Landes bekommen, in dem sie geboren sind, klingt nach einer Selbstverständlichkeit, ist es aber nicht. Dieses sogenannte Geburtsortsprinzip gilt in fast allen amerikanischen Staaten, in Europa dagegen nur in vier Ländern und das auch nur unter bestimmten Voraussetzungen: In Deutschland etwa müssen die Eltern eines Neugeborenen acht Jahre hier gelebt haben, damit der Nachwuchs den Adler-Pass bekommt. Geht es nach Teilen der Ampel-Koalition soll der Mindestaufenthalt künftig auf fünf Jahre sinken.

Einfacher Deutscher werden

Die Regierung plant die Reform des Staatsbürgerschaftsrechts. Menschen, die hier leben, sollen einfacher Deutsche werden können, auch für die dringend benötigten Zuwanderer könnten Restriktionen fallen, darunter die sehr lange abgelehnte Mehrstaatlichkeit. Die Integrationsbeauftragte der Bundesregierung, Reem Alabali-Radovan, sagte, es gehe darum, „den letzten Staub der Kaiserzeit aus dem Einbürgerungsrecht“ zu klopfen.

Wie modern aber wären die neuen Regelungen etwa im Vergleich mit Staaten, die sich sehr viel deutlicher als Einwanderungsland verstehen?

Das Ius Soli, das Geburtsortprinzip, ist global gesehen, wie gesagt, eher die Ausnahme. Uneingeschränkt gilt es außer den Staaten des amerikanischen Kontinents nur noch in Pakistan, Sudan und Tansania. Mit Einschränkungen in Deutschland, Frankreich, Großbritannien und Irland sowie…