Bei einem Auftritt in Berlin hat die Schauspielerin Iris Berben zu Solidarität mit den Demonstrierenden im Iran aufgerufen. Der DW sagte sie, es sei entscheidend, die Menschen in Deutschland daran zu erinnern, dass sie bereits all jene Freiheiten genießen, für die Menschen in anderen Ländern ihr Leben riskieren würden.

Die Schauspielerin und „Grande Dame“ des europäischen Kinos, die zurzeit im preisgekrönten Film „Triangle of Sadness“ des schwedischen Regisseurs Ruben Östlund im Kino zu sehen ist, sagte, dass man Solidarität leben müsse. Sie dürfe nicht „da aufhören, wo sie unsere Bequemlichkeit stört“.

Schauspielerin Iris Berben bei der Probe der Solidaritätsveranstaltung „Frau Leben Freiheit“ in Berlin

Als Beispiel nannte sie die iranische Fußballnationalmannschaft, die bei der aktuellen WM in Katar ein Zeichen gegen das Regime gesetzt habe, indem sie während der Nationalhymne stumm blieb. Internationale Kommentatoren befürchten, dass die Sportler und ihre Familien damit ein hohes persönliches Risiko eingegangen sind und bei ihrer Rückkehr in den Iran mit Strafen rechnen müssen. „Solidarität kann anstrengend sein, Verzicht bedeuten“, fuhr Berben fort. „Aber sie ist unverzichtbar.“

Auf der Bühne las sie einen Textauszug aus dem Buch „Der Name“ des iranisch-deutschen Schriftstellers Navid Kermani vor. Darin geht es um einen jungen Mann, dessen Hinrichtung kurz bevorsteht. Trotzdem lächelt er, lacht sogar fast. Es sei ein „emotionaler, ein schmerzhafter“ Text, so Berben gegenüber der DW. 

Es war einer von vielen Texten der vielfältigen iranischen Literatur, die an dem Solidaritätsabend „Frau Leben Freiheit“ im Berliner Ensemble vorgetragen wurde. Der Abend fand auf Initiative der deutsch-iranischen Schauspielerinnen Melika Foroutan, Sarah Sandeh und Jasmin Tabatabai statt.

„Wir sind voller Bewunderung für den Mut und die Kraft der Protestierenden in Iran“, sagte Sandeh am Montag. Jasmin Tabatabai äußerte in Berlin gegenüber der DW ihre…