Boring Company
Erst unterbieten, dann nichts tun: Elon Musks „langweilige“ Firma hat angeblich Ärger mit den US-Behörden

Das einzige Mal, dass man von einem fertigen Projekt der „Boring Company“ gehört hat, war die CES 2022. Im Tunnel unter Las Vegas wird also gefahren – woanders wartet man noch.

© John Locher / Picture Alliance

Weil ihn der Stau in amerikanischen Großstädten störte, gründete Elon Musk die „Boring Company“. Sein Ziel: Schnell viele Tunnel bauen, damit man ohne Wartezeit von A nach B kommt. Wer aber mit der Tunnelbau-Firma arbeitet, muss anscheinend vor allem eines: warten.

Mit seinem Tunnelbauunternehmen „Boring Company“ („boring“ bedeutet „langweilig“ sowie im technischen eben „bohren“) plant Elon Musk seit dessen Gründung vor sechs Jahren Großes. Zunächst wollte er das Verkehrschaos in amerikanischen Metropolen unter Kontrolle bringen, in ferner Zukunft soll das Unternehmen die Infrastruktur auf dem Mars aufbauen, auf welchen Musk die Menschheit nach wie vor führen will.

Doch wie sooft bei Tausendsassa Musk scheinen ihm seine Projekte von Zeit zu Zeit – auch in diesem Fall – zu entgleiten und ganz irdische Probleme holen den mehrfachen Gründer und Firmenchef ein. Wie das „Wall Street Journal“ berichtet, entpuppt sich die „Boring Company“ offenbar als recht unzuverlässiger Geschäftspartner.

45 Millionen statt einer Milliarde – leider ohne Baubeginn

Im San Bernardino County war demnach der Bau eines rund sechs Kilometer langen Bahntunnels geplant, der zum nahegelegenen Flughafen führen sollte. Dafür wollte man rund eine Milliarde US-Dollar hinlegen. Musks Tunnelbau-Firma habe daraufhin interveniert und stattdessen den Bau eines Tunnels für autonome Teslas angeboten – zum Preis von 45 Millionen US-Dollar. Wenig überraschend schlugen die Verantwortlichen zu und verwarfen den ursprünglichen…