Das Wichtigste in Kürze:  G7-Justizminister beraten über Kriegsverbrechen Cherson unter Dauerbeschuss NATO-Außenminister wollen weitere Hilfe auf den Weg bringen Ukraine warnt vor Notsituation in Gefängnissen  USA kündigen Raketenverkauf an Finnland an

 

Mit Ermittlungen zu in der Ukraine verübten Kriegsverbrechen beschäftigen sich die Justizminister der G7-Staaten bei einem Treffen in Berlin. Ziel sei es, Kriegsverbrecher vor Gericht zu bringen, erklärte Bundesjustizminister Marco Buschmann (FDP) vor den Gesprächen. Deutschland hat in diesem Jahr den Vorsitz der Gruppe der sieben führenden Industriestaaten (G7) inne. Buschmann hat auch eine Delegation aus der Ukraine eingeladen. Die Regierung in Kiew setzt sich für ein Sondertribunal zur Verfolgung von russischen Verbrechen in der Ukraine ein.

Der ukrainische Justizminister Denys Maljuska sagte den Zeitungen der Funke-Mediengruppe, Russland müsse das ukrainische Volk für den Schaden bezahlen, den es in diesem Krieg angerichtet habe. Man gehe von einem Schaden von 150 Milliarden Dollar aus, „der den wirtschaftlichen Schaden nicht einschließt, und der die Kosten für die Verletzten und Kriegsopfer und ihre Familien nicht einschließt“, so Maljuska.

Cherson unter Dauerbeschuss

Russland hat nach ukrainischen Angaben die südliche Region Cherson in der vergangenen Woche 258 Mal unter Beschuss genommen. Dabei seien 30 Siedlungen angegriffen worden, erklärt Präsident Wolodymyr Selenskyj in seiner abendlichen Videoansprache. Laut seinen Worten haben die russischen Streitkräfte zudem eine Pumpstation beschädigt, die die Stadt Mykolajiw nordwestlich von Cherson mit Wasser versorgt.

Selenskyj warf Russland Zerstörungswut vor und bekräftigte, Kiew werde Russland für den Angriffskrieg und die daraus entstandenen Folgen international zur Verantwortung ziehen. Die Ukraine werde alles tun, um jedes Objekt, jedes Haus, jedes Unternehmen, das von den Besatzern zerstört wurde, wiederherzustellen, fügte er…