Covid-19
China: Massive Polizeipräsenz soll neue Proteste verhindern

Polizisten halten einen Mann während einer Demonstration am Sonntag auf einer Straße in Shanghai fest. China erlebt gerade die größte Protestwelle seit Jahrzehnten. Foto

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Der Unmut in China wächst. Anlass sind die rigorosen Beschränkungen gegen die schlimmste Corona-Welle seit Beginn der Pandemie. Berlin befürchtet „harte Reaktionen“ der Sicherheitskräfte.

Aus Angst vor einem Wiederaufflammen der Proteste in China gegen die harte Null-Covid-Strategie der Regierung hat die Polizei ihre Präsenz in mehreren Metropolen massiv verstärkt.

In der Hauptstadt Peking, in Shanghai und verschiedenen anderen Millionenstädten waren verstärkt Sicherheitskräfte auf den Straßen zu sehen. Polizisten untersuchten auch Handys von Passanten nach verdächtigen Informationen, wie Augenzeugen in sozialen Medien berichteten.

Ungeachtet der größten Protestwelle seit Jahrzehnten am Wochenende in China will die Regierung nichts von Unzufriedenheit im Volk über ihre Null-Covid-Maßnahmen wissen. „Was sie ansprechen, spiegelt nicht wider, was in Wirklichkeit passiert ist“, sagte Außenamtssprecher Zhao Lijian in Peking auf eine Journalistenfrage nach den Demonstrationen mit Tausenden Teilnehmern in mehreren Metropolen.

In seiner auffällig kurzen Reaktion äußerte sich der Sprecher zudem überzeugt, dass der Kampf gegen die Corona-Pandemie erfolgreich sein werde – „unter der Führung der Kommunistischen Partei und mit der Unterstützung des Volkes“. Hingegen hatte es am Wochenende in Peking und anderen Städten wie Shanghai, Chengdu, Chongqing, Wuhan, Nanjing, Xi’an und Guangzhou Protestmärsche gegeben. Sie richteten sich gegen strikten Maßnahmen wie Lockdowns, Massentests und Zwangsquarantäne.

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