Deepfake-Video
Wladimir Putin amüsiert sich über gefälschte Rede von Olaf Scholz

Das letzte Treffen von Wladimir Putin und Olaf Scholz fand kurz vor dem Einmarsch Russlands in die Ukraine und unter bizarren Umständen statt. 

© Mikhail Klimentyev/Russian President Press Office/Sputnik / DPA

Oft genug schon haben Videos mit gefälschten Politikeraussagen für Verwirrung gesorgt. Nun ließ sich Wladimir Putin einen solchen Deepfake zeigen – mit Olaf Scholz als Redner. Dem russische Präsident gefiel offenbar, was er sah.

Der russische Präsident Wladimir Putin hat sich Möglichkeiten von Künstlicher Intelligenz anhand einer gefälschten Rede von Bundeskanzler Olaf Scholz vorführen lassen. Die staatliche Nachrichtenagentur Ria veröffentlichte ein kurzes Video, wie der Kremlchef sich in Moskau den angeblichen Auftritt des SPD-Politikers anschaut.

Scholz sagt das Richtige, findet Putin

Bei diesem sogenannten Deepfake legten die russischen Programmierer Scholz erst amerikakritische Worte aus dem beliebten russischen Actionfilm „Bruder 2“ in den Mund. Dann lassen sie ihn sagen: „Wir wollten das russische Gas aufgeben. Aber um es mit den Worten eines russischen Klassikers zu sagen: Wir wollten das Beste, aber es kam wie immer.“ Dieses geflügelte Wort stammt von Viktor Tschernomyrdin, der in den 90er Jahren Ministerpräsident Russlands war und für zahlreiche Bonmots bekannt ist.

Auch wenn das nicht echt sei, sage aber Scholz die richtigen Dinge, kommentierte Putin das gefälschte Video. Die Rede sei inhaltsreich und tiefsinnig gewesen. In der Vergangenheit waren immer wieder europäische Politiker auf Deepfake-Videos hereingefallen. Etwa, als sich Anrufer als Kiewer Bürgermeister Vitali Klitschko ausgegeben hatten, oder auch als Berliner Bürgermeisterin Franziska Giffey (SPD). Dahinter steckte ein russisches Komiker-Duo.