Verbraucher
Tierhaltungslogo: Özdemir wirbt für schrittweises Vorgehen

Verschiedene Sorten Schweinefleisch und Rindfleisch liegen in einer Fleischtheke in einem Supermarkt. Foto

© Jan Woitas/dpa-Zentralbild/dpa

Es geht um mehr Transparenz beim Kauf von Koteletts oder Schnitzel – und einen Umbau von Tierställen. Dafür soll eine staatliche Haltungskennzeichnung kommen. Doch der Weg ist nicht ganz leicht.

Bundesagrarminister Cem Özdemir hat für die geplante schrittweise Einführung eines neuen Tierhaltungslogos für Fleisch im Supermarkt geworben. „Ziel ist, dass am Ende des Tages jedes Fleisch an jeder Verkaufsstelle verbindlich gekennzeichnet wird“, sagte der Grünen-Politiker am Freitag im Bundesrat. Sein Gesetzentwurf sei ein erster Schritt, der jetzt aber auch gegangen werden müsse. Wenn man alles auf einmal machen wolle, würde es keine Veränderung geben. Das hätten Erfahrungen der Vergangenheit gezeigt. Die Länder mahnten unter anderem an, Produktionsverlagerungen ins Ausland zu verhindern.

Özdemir machte deutlich, es sei wichtig, mit der Kennzeichnung nun endlich Veränderungen anzugehen – und zwar Schritt für Schritt. „So wie man ein Haus baut, fängt man mit dem Fundament an und nicht mit dem Dach.“ Es sollten weitere Produktionsstufen, Vermarktungswege und Tierarten folgen. Zunächst brauche er aber grünes Licht nach einer grundsätzlichen Abklärung des Modells durch die EU-Kommission.

Das Bundeskabinett hatte die Gesetzespläne Mitte Oktober auf den Weg gebracht, die eine verpflichtende Kennzeichnung für inländische Erzeugnisse vorsehen. Starten soll sie im kommenden Jahr im ersten Schritt mit frischem Schweinefleisch im Handel. Geplant ist ein System mit fünf Haltungskategorien während der Mast vom gesetzlichen Mindeststandard im Stall bis zu Bio. Fleisch aus dem Ausland soll auf freiwilliger Basis gekennzeichnet werden können….