Das Wichtigste in Kürze: In weiten Teilen der Ukraine ist Strom weiter Mangelware Der Wiederaufbau wird nach Einschätzung der Regierung teurer Sieben Tote bei erneutem Beschuss von Cherson Selenskyj hält an Befreiung der Krim als Kriegsziel fest Putin macht sich über Scholz lustig

 

Nach den russischen Angriffen auf die Infrastruktur in der Ukraine sind Teile der Hauptstadt Kiew und andere Regionen im Land zunächst weiterhin ohne Zugang zu Strom und fließendem Wasser geblieben. In Kiew sind 70 Prozent der Haushalte weiterhin ohne Elektrizität, wie Bürgermeister Vitali Klitschko mitteilte. Die Wasserversorgung wurde nach Angaben der Stadtverwaltung im Laufe des Donnerstags jedoch wiederhergestellt.

Bewohner von Kiew füllen ihre Wasserflaschen auf

Zuletzt hatte die ukrainische Regierung erneut heftige russische Raketenangriffe auf wichtige Infrastruktur in Kiew gemeldet. Dabei seien insgesamt acht Energieanlagen getroffen worden, erklärte Generalstaatsanwalt Andrij Kostin. Zehn Menschen seien getötet und 50 weitere verletzt worden.

Minister wirbt für mehr Wiederaufbauhilfe

Dem ukrainischen Finanzminister Serhij Martschenko zufolge wird die Ukraine mehr finanzielle Unterstützung für den Wiederaufbau des Landes benötigen. „Leider wächst die Zahl jeden Tag und wird im schlimmsten Fall noch erheblich steigen“, schrieb Martschenko nach Angaben der Nachrichtenagentur Reuters in einer E-Mail. Der derzeitige Haushalt sehe nur wenig für den Wiederaufbau vor und müsse nach Möglichkeit aufgestockt werden.

„Die Unterstützung durch unsere internationalen Partner ist für uns von entscheidender Bedeutung“, ergänzte der Minister mit Verweis auf die von der EU bereits zugesagten 18 Milliarden Euro. Im August schätzte die Weltbank die Kosten für die Instandsetzung der ukrainischen Infrastruktur auf 105 Milliarden Dollar.

Weitere Angriffe auf Cherson

Durch russischen Beschuss der südukrainische Stadt Cherson sind nach regionalen Behördenangaben sieben Menschen…