Staatsangehörigkeit
Vereinfachte Einbürgerungsregeln „so gut wie fertig“

Der Besitz mehrerer Staatsbürgerschaften soll mit der Reform viel einfacher werden. Foto

© Julian Stratenschulte/dpa

Bundesinnenministerin Faeser will Einbürgerungen erleichtern. Unter anderem soll man statt wie bislang nach acht Jahren künftig nach fünf Jahren Aufenthalt in Deutschland die Staatsbürgerschaft erhalten können.

Die im Koalitionsvertrag von SPD, Grünen und FDP vereinbarte Reform des Staatsbürgerschaftsrechts kommt voran. Damit sollen Einbürgerungen erleichtert werden. Ein entsprechender Gesetzentwurf sei „so gut wie fertig“ und werde in Kürze an die übrigen Ministerien versandt, sagte ein Sprecher von Bundesinnenministerin Nancy Faeser (SPD).

„Bild“ und die „Süddeutsche Zeitung“ berichteten über Details der Pläne, die weitgehend schon zwischen den Koalitionspartnern verabredet waren.

Vor allem Menschen, die bereits mehrere Jahre hierzulande leben, sollen demnach leichter deutsche Staatsbürger werden können. Statt wie bislang nach acht Jahren soll man künftig bereits nach fünf Jahren Aufenthalt in Deutschland die Staatsbürgerschaft erhalten können. Bei „besonderen Integrationsleistungen“ soll dies sogar schon nach drei Jahren möglich werden – etwa wenn Einwanderer besondere schulische oder berufliche Leistungen oder ehrenamtliches Engagement gezeigt haben oder über besonders gute Sprachkenntnisse verfügen.

Erleichterung soll Integrations-Anreiz sein

Die geplanten Erleichterungen sollen laut Faeser auch Motivation für Integration sein. „Ich glaube, dass die Verkürzung der Fristen ein Anreiz für Integration sind“, sagte die SPD-Politikerin am Rande eines Termins im ostfriesischen Emden. Sie seien Anreiz, die Sprache schneller zu lernen. Außerdem sollten so diejenigen besonders…