Podcast „heute wichtig“
Die Nosferatu-Spinne war erst der Anfang: Wie der Klimawandel immer mehr Insekten anlockt

Die aus dem Mittelmeergebiet stammende Nosferatu-Spinne hat sich inzwischen fast deutschlandweit ausgebreitet

© Robert Pfeifle / Nabu / DPA

„Nosferatu – eine Symphonie des Grauens“ war einer der ersten Horrorfilme. Wenn wir heute ‚Nosferatu‘ hören, denken wir allerdings eher an eine Spinne. Und dank des Klimawandels, wird nicht nur diese Spezies bei uns heimisch.

Die Nosferatu-Spinne hat in den letzten Monaten für Schrecken gesorgt, weil das Krabbeltier, das aus dem Mittelmeerraum zu uns eingewandert ist, beißt und giftig ist. Zur Wahrheit gehört aber auch, dass die meisten Spinnen beißen – dabei sind unsere Spinnen in Deutschland in der Regel ziemlich ungefährlich für den Menschen. Jetzt in den kalten Monaten fliehen sie in unsere Keller, ins Trockene und Warme. In den allerseltensten Fällen bekommen wir also einen Biss von der Nosferatu-Spinne ab. Und wer doch gebissen wird, der verwandelt sich nicht gleich zum Vampir, keine Sorge. Daran, dass immer mehr „neue“ Insekten nach Deutschland kommen, müssen wir uns gewöhnen, sagt die Biologin Lisa Schwenkmezger in der 412. Folge des Podcasts „heute wichtig“: Das Klima verändert sich, wir haben jetzt in Deutschland viel wärmere Winter, das heißt, wärmeliebende Arten können sich eher verbreiten.“

Nicht nur Nosferatu-Spinnen: Wie der Klimawandel Insekten anlockt

Die Nosferatu-Spinne ist nicht das einzige unangenehme Krabbeltierchen, das bei uns heimisch wird. Grund dafür ist nicht nur der Klimawandel. „Es gibt auf der einen Seite Neobiota, also gebietsfremde Arten, das sind Arten die durch menschliches Zutun, durch Handelswege, Transport, Warenhandel in neue Gebiete einführt werden. […[ Davon abzugrenzen sind die Arten, die durch die Klimaerwärmung selbständig ihr…