Klima-Proteste
Nach Aktion auf Flughafen BER: „Letzte Generation“ im Kreuzfeuer der Kritik

Stillstand am BER: Nach der Aktion der „Letzten Generation“ wurden am Berliner Flughafen zahlreiche Flüge gestrichen (Symbolbild)

© Patrick Pleul / DPA

Gemälde, Straßen und nun der Flughafen BER – die Aktionen der „Letzten Generation“ werden immer drastischer. Nach der Blockade des Berliner Flughafens am Donnerstag wird die Kritik an den Klimaschützern immer schärfer. 

Nachdem es Klimaaktivisten der „Letzte Generation“ am Donnerstag gelang, den Hauptstadtflughafen BER für einige Stunden lahmzulegen, wächst die Kritik an dieser Form des Aktivismus. „Protestaktionen dieser Art sind vollkommen illegitim und können nicht länger einfach so hingenommen werden“, sagte FDP-Generalsekretär Bijan Djir-Sarai dem Nachrichtenportal t-online. Es müsse die „volle Härte des Rechtstaates“ greifen.

Djir-Sarais Parteifreund, der Berliner FDP-Chef Sebastian Czaja, sprach von „Klima-Kriminellen“. Sein Bruder, CDU-Generalsekretär Mario Czaja, sagte t-online: „Der Rechtsstaat kennt die nötigen Instrumente, um sich gegen solche Straftaten zu wehren. Sie müssen jetzt auch konsequent angewendet werden: Vorbeugehaft, Aufenthaltsverbote, Bußgelder.“ Die stellvertretende Fraktionsvorsitzende der Unionsparteien im Bundestag, Andrea Lindholz (CSU), forderte „konsequente Strafen“ für die Störung des Flugbetriebs. Lindholz sah mit der Beeinträchtigung des Flugverkehrs am BER „eine weitere rote Linie“ überschritten. Flughäfen seien „keine Bühne für politische Aktionen“, erklärte Lindholz, weil dort „sehr schnell Menschenleben in Gefahr kommen“ könnten. 

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