Konjunktur
Deutsche Wirtschaft im Sommer deutlich gewachsen

Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) hat zugelegt. Foto

© Bernd Thissen/dpa

Die deutsche Wirtschaft behauptet sich in einem schwierigen Umfeld. Trotz hoher Inflation und wirtschaftlicher Folgen des Ukraine-Krieges steht Europas größte Volkswirtschaft besser da, als zunächst angenommen.

Die deutsche Wirtschaft hat trotz Gegenwinds im Sommer ihr Tempo erhöht. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) legte im dritten Quartal gegenüber dem Vorquartal um 0,4 Prozent zu und damit stärker als zunächst angenommen, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. In einer ersten Schätzung war die Wiesbadener Behörde von einem preis-, saison- und kalenderbereinigten Anstieg der Wirtschaftsleistung um 0,3 Prozent ausgegangen.

Damit wuchs Europas größte Volkswirtschaft trotz anhaltender Corona-Pandemie, Lieferengpässen, steigender Preisen und des Kriegs in der Ukraine wie bereits in den ersten beiden Quartalen des Jahres (plus 0,8 Prozent und plus 0,1 Prozent).

Getragen wurde das Wachstum im Zeitraum Juli bis September vor allem von den privaten Konsumausgaben. Trotz hoher Inflation und der Energiekrise nutzten die Verbraucherinnen und Verbraucher auch im dritten Quartal die Aufhebung fast aller Corona-Beschränkungen, um zum Beispiel mehr zu reisen und auszugehen, wie die Wiesbadener Behörde erläuterte.

Unternehmen investierten deutlich mehr in Ausrüstungen wie Maschinen. Die Bauinvestitionen waren hingegen wie schon im zweiten Quartal preis-, saison- und kalenderbereinigt rückläufig. Hohe Baupreise und gestiegene Hypothekenzinsen dämpfen das Geschäft.

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