Klimaprotest
Harsche Kritik an Aktivisten nach Flughafen-Aktion

Fluggäste am Flughafen BER. Der Hauptstadtflughafen BER hatte zwischenzeitlich den Flugbetrieb aufgrund einer Aktion von Klimaaktivisten eingestellt. Foto

© Carsten Koall/dpa

Die Kritik an der jüngsten Aktion der Klima-Protestgruppe „Letzte Generation“ ist groß. Völlig inakzeptabel, hochriskant, skrupellos, heißt es. Der Ruf nach härteren Konsequenzen wird lauter.

Aktivisten in orangen Warnwesten durchknipsen einen Zaun am Hauptstadtflughafen und marschieren auf das Gelände. Einige von ihnen kleben sich am Boden fest – und legen den Betrieb am BER in Schönefeld lahm. Die jüngste Aktion der Klima-Protestgruppe „Letzte Generation“ war am Donnerstagnachmittag im Livestream bei Twitter zu verfolgen – und hat aus Sicht vieler Politiker endgültig eine Stufe erreicht, die nicht mehr hinzunehmen ist. Berlins Innensenatorin Iris Spranger (SPD) will bei der Innenministerkonferenz in der kommenden Woche in München ein länderübergreifendes Vorgehen ansprechen.

„Ich kann nur eindringlich davor warnen, diesen Weg der Eskalation weiterzugehen“, sagte Spranger. Ihre Behörde werde „weiter sämtliche rechtsstaatlichen Mittel zur Verhinderung dieser Gefahren und im Kampf gegen diese Straftaten ausschöpfen“, kündigte sie an. Bundesjustizminister Marco Buschmann (FDP) warb für harte Strafen. „Bin für die volle Härte des Gesetzes“, twitterte er.

Wenn Leben gefährdet würden und Menschen nicht in den Urlaub könnten, sei das nicht akzeptabel, sagte der Grünen-Vorsitzende Omid Nouripour dem Fernsehsender Welt. Berlins Regierende Bürgermeisterin Franziska Giffey (SPD) nannte die Aktion „vollkommen inakzeptabel“. Die Sonderbeauftragte für internationale Klimapolitik im Auswärtigen Amt, Jennifer Lee Morgan, mahnte in der „Berliner Morgenpost“, jeder Einsatz für den Klimaschutz müsse im Rahmen der…