Umstrittener Ex-Verfassungsschutzpräsident
Hans-Georg Maaßen kandidiert für Vorsitz der Werteunion

Hans-Georg Maaßen (CDU), früherer Präsident des Bundesamts für Verfassungsschutz

© Martin Schutt/dpa-Zentralbild / DPA

Hans-Georg Maaßen will Vorsitzender der rechtskonservativen Werteunion werden. Der Ex-Verfassungsschutzpräsident will die „inhaltliche Aushöhlung“ der CDU beenden.

Der umstrittene frühere Verfassungsschutzpräsident Hans-Georg Maaßen will Vorsitzender der rechtskonservativen Werteunion werden. Der 60-Jährige werde sich im Januar auf einer Bundesmitgliederversammlung zur Wahl stellen, teilte der Verein am Freitag mit. Die Werteunion ist eine Gruppierung konservativer Christdemokraten. Sie argumentiert, dass die CDU zu weit nach links gerückt sei und wieder konservativere Positionen vertreten müsse. Sie firmiert als eingetragener Verein und zählt nicht zu den offiziellen Parteigliederungen.

Maaßen sei der Werteunion „seit Jahren verbunden“, erklärte die Sprecherin des Bundesvorstands, Simone Baum. Maaßen sagte den Angaben zufolge im Gespräch mit Mitgliedern der Werteunion, es brauche jetzt dringend eine „Reform der CDU auf der Grundlage von Humanität und Freiheit“. Die Werteunion sei für ihn „der von manchen noch nicht erkannte und gelegentlich aus Angst vor wirklichem Profil im Dienst der Bürger geleugnete Kern einer Partei, die sich nicht weiter entkernen“ dürfe.

Maaßen ließ Mitgliedschaft in Werteunion ruhen

Maaßen forderte „Mut zur Absage an die inhaltliche Aushöhlung und den Verrat“ durch die frühere Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU). Im Januar soll auf einer Mitgliederversammlung neben dem Vorsitzenden der gesamte Bundesvorstand neu gewählt werden.

Der Bundes-CDU ist die Werteunion wegen ihrer häufigen Kritik am offiziellen Parteikurs ein Dorn im Auge. Maaßen war bislang einer der…