Vogelgrippe
Großbritannien gehen Eier aus

Übersichtliches Angebot im Eierregal einer Tesco-Filiale in Ashford. Tesco hat sich anderen Supermärkten angeschlossen und die Anzahl der Eierkartons, die Kunden kaufen können, begrenzt, da die Auswirkungen der steigenden Kosten und der Vogelgrippe weiterhin ihren Tribut fordern. Foto

© Gareth Fuller/PA Wire/dpa

Steigende Geflügelpreise haben nun ganz spezielle Folgen für britische Verbraucher. Supermärkte rationieren den Verkauf von Eiern – und eine Pub-Kette streicht teilweise Eierspeisen.

Wegen der Vogelgrippe sowie steigender Produktionskosten gehen in Großbritannien die Eier aus. Supermärkte rationieren daher den Verkauf: Der Einzelhandelsriese Tesco erlaubt nur noch drei Packungen je Kunde, zuvor hatten bereits Asda und Lidl ähnliche Beschränkungen erlassen. Die Pub-Kette JD Wetherspoons teilte mit, dass in einigen Filialen Eierspeisen gestrichen oder mit anderen Lebensmitteln ersetzt wurden. „Wir haben Probleme, den notwendigen Nachschub zu erhalten, um die Nachfrage in allen Pubs zu erfüllen“, sagte ein Unternehmenssprecher.

Die Geflügelpreise sind enorm gestiegen. Der Bauernverband NFU rief das Umweltministerium zu einer Untersuchung der Lieferkettenprobleme auf.

Allein seit Anfang Oktober wurden nach Angaben des Verbands British Free Range Egg Producers Association (BFREPA) mehr als 750.000 Hennen gekeult, um die Ausbreitung der Vogelgrippe zu bremsen. Seit 7. November muss alles Geflügel in England in Ställen und Volieren bleiben. Nach Angaben des Umweltministeriums handelt es sich mit mehr als 200 bestätigten Fällen um den bisher größten Ausbruch in Großbritannien. Die Vogelgrippe trifft auch Truthähne – und damit eine traditionelle Weihnachtsmahlzeit vieler Briten. Fast ein Drittel der jährlichen Truthahnproduktion von 11 Millionen Tieren sei gekeult worden, berichtete die Zeitung…