Auch der König war begeistert: Felipe VI. von Spanien beklatschte den ersten Auftritt seiner Mannschaft bei der Fußball-WM aus der Ehrenloge des Al-Thumama-Stadions in Katar. Was er gesehen hatte, war eine Art Machtdemonstration gewesen, auch wenn der Gegner „nur“ Costa Rica hieß. Allerdings muss man auch gegen die „Ticos“, als deren Stärke vor allem die Defensive gilt, erst einmal sieben Tore machen, wie es den Spaniern bei ihrem furiosen 7:0 (3:0) gegen die Mittelamerikaner scheinbar mühelos gelang.

Vier Jahre nach dem überraschend frühen Achtelfinal-Aus gegen WM-Gastgeber Russland und acht Jahre nach dem Scheitern als amtierender Weltmeister bereits in der Vorrunde präsentierte sich das Team von Trainer Luis Enrique als Mitfavorit auf den WM-Titel. „Wir haben ein junges Team, aber haben heute unsere Qualitäten voll ausgespielt, mit hoher Intensität“, sagte Enrique. „Es ist sehr wichtig, das erste Spiel so hinzulegen.“ Was Enrique freut, muss Bundestrainer Hansi Flick Sorgen bereiten, schließlich ist Spanien der nächste Gegner des DFB-Teams, das nach der unnötigen Auftakt-Niederlage gegen Japan bereits unter großem Erfolgsdruck steht.

Enrique macht Spanien wieder erfolgreich

Wer Enrique im Vorfeld der WM beim Training mit der spanischen Nationalmannschaft zusah, der wunderte sich möglicherweise, warum der Trainer ständig in etwas hineinsprach, das wie ein Funkgerät aussah. Die Erklärung: Der 52-Jährige, der stets versucht, technische Innovationen in seine Arbeit einzubringen, hatte in die Trainingsleibchen seiner Spieler kleine Mikrofone einarbeiten lassen.

So konnte er diejenigen, denen er während der Trainingseinheiten etwas mit auf den Weg geben wollte, via Funk direkt ansprechen. „Ich hoffe, ich schreie nicht zu viel. Ich bin es ja nicht gewohnt, mit Leuten, die weit entfernt sind, leise zu sprechen“, sagte Enrique über diese neue, direkte Methode.

Block aus Spieler des FC Barcelona

Sicher war die Verwendung der Funktechnik nur…