Ski nordisch
Olympia-Aus droht: „Düstere Wolken“ über Kombinierer-Start

Olympiasieger Vinzenz Geiger sieht die Pläne des IOC kritisch. Foto

© Hendrik Schmidt/dpa

Bei Winterspielen räumen deutsche Kombinierer regelmäßig ab. Die Olympia-Zukunft des Sports steht nun auf der Kippe. Der Rekordweltmeister hat Ideen, was sich in der Traditionssportart ändern muss.

Den Kampf um WM- und Olympiamedaillen hat Eric Frenzel schon oft gewonnen, gegen Ende seiner herausragenden Karriere kämpft er nun um seine Sportart. Die Nordische Kombination steht vor einer ungewissen Zukunft.

Für 2030 droht das Kräftemessen der besten Allrounder im Skispringen und Langlauf aus dem Olympia-Programm zu fliegen. Die Konsequenzen wären für die traditionsreiche Disziplin verheerend.

„Für mich ist das alles sehr, sehr willkürlich“, sagt Frenzel zum möglichen Aus. „Dennoch müssen wir natürlich schauen, wie es nach 2026 aussieht. Was können wir bis dahin tun?“ Ab dieser Saison, die am Freitag im finnischen Ruka beginnt (11.15 Uhr/Eurosport), geht es neben Weltcup-Punkten und Podestplätzen mehr denn je darum, für die Sportart als solche zu werben.

Druck vom IOC

Der Plan, bei den kommenden Winterspielen 2026 in Italien erstmals auch olympische Frauen-Wettkämpfe auszutragen, ist bereits gescheitert. Wenn sich nichts ändert, könnte es vier Jahre später dann auch die Männer erwischen. „Um es klar zu sagen – der Platz der Männer für 2030 ist nicht garantiert“, sagte IOC-Sportdirektor Kit McConnell zuletzt im „Sportschau“-Interview.

Aus Sicht des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) interessieren sich zu wenige Menschen für die Kombination. Im Fernsehen, aber auch in Online-Medien oder auf Social-Media-Kanälen sind zu wenige dabei. Ein Problem der Sportart: In Norwegen, Österreich,…