Die Menschen in der Ukraine zählen jeden Kriegstag. Heute ist eine bittere Marke erreicht: Vor genau neun Monaten marschierte Russland in das Nachbarland ein. Die News im Überblick

Nach einem massiven russischen Raketenangriff haben ukrainische Techniker ein weiteres Mal die schwer angeschlagene Energieversorgung ihres Landes zu reparieren versucht.

„Die Besatzer tun alles, damit Menschen leiden, damit wir einander nicht einmal fühlen oder sehen“, sagte Präsident Wolodymyr Selenskyj in seiner abendlichen Videoansprache. Er wurde auch zu einer Sitzung des UN-Sicherheitsrates in New York zugeschaltet und forderte dort, Moskau zu verurteilen. Russland müsse deutlich als terroristischer Staat bezeichnet werden.

Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) verurteilte die Bombardierung ziviler Infrastruktur in der Ukraine scharf. „Dieser Bombenterror gegen die Zivilbevölkerung muss aufhören – und zwar sofort“, sagte er in Berlin. Heute dauert der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine genau neun Monate: Russische Truppen waren am 24. Februar in das Nachbarland einmarschiert.

Eine dunkle Nacht in der Ukraine

Russland schoss gestern etwa 70 Raketen sowie Drohnen auf die Ukraine ab. Zwar wurden nach Luftwaffenangaben 51 Raketen und 5 Drohnen abgefangen. Doch die übrigen Geschosse töteten zehn Menschen und richteten zum wiederholten Mal schwere Schäden am Stromnetz der Ukraine an. Die Kernkraftwerke des Landes schalteten sich ab, die meisten Wärme- und Wasserkraftwerke fielen aus, wie das Energieministerium mitteilte. Es kam zu großflächigen Blackouts.

In der Hauptstadt Kiew mit ihren drei Millionen Einwohnern konnte die Strom- und Wasserversorgung in Kiew erst teilweise wieder hergestellt werden. „70 Prozent der Hauptstadt sind bisher ohne Elektrizität“, teilte Bürgermeister Vitali Klitschko auf seinem Telegram-Kanal…