In den vergangenen Monaten haben Klima-Aktivistinnen und -Aktivisten die Aufmerksamkeit der Welt auf sich gezogen. Etwa indem sie Meisterwerke von van Gogh, Vermeer und Monet mit Kartoffelbrei bewarfen oder sich an Bilderrahmen klebten. Und Aufmerksamkeit zu erregen ist genau das, was diese radikale Art von Klimaaktivismus bezwecken soll. 

Die jüngste Demonstration gegen eine kulturelle Einrichtung fand am Abend des 23. November in der Hamburger Elbphilharmonie statt.

Gerade als die Sächsische Staatskapelle ihr Konzert beginnen wollte, betraten eine Frau und ein Mann der Gruppe „Letzte Generation“ die Bühne und klebten sich ans Dirigentenpult. Sie riefen zum Widerstand gegen die ihrer Meinung nach unentschlossene Klimapolitik der deutschen Regierung auf.

Ein Video, das auf dem Twitter-Feed der Gruppe geteilt wurde, zeigt das Aktivistenpaar, wie es in Sicherheitswesten auf die Bühne kommt und sich dann mit Sekundenkleber an einer Reling vor dem Dirigentenpult festklebt.

„So wie es nur ein Violinkonzert von Beethoven gibt, haben wir nur diesen einen Planeten, dessen Grenzen wir so sehr missachten, dass klimabedingte Katastrophen immer häufiger und tödlicher werden“, sagte die Frau auf der Bühne.

Sie wies auch darauf hin, dass bei einem weiteren Anstieg des Wasserspiegels die Elbphilharmonie selbst, die am Hamburger Hafen liegt, gefährdet sei.

Wie die Nachrichtenagentur dpa meldete, wurden die beiden nach kurzer Zeit von der Reling gelöst und in Gewahrsam genommen.

Nicht der erste Vorfall seiner Art

In den vergangenen Wochen haben Klima-Aktivistinnen und -Aktivisten in ganz Europa prominente Kunstwerke ins Visier genommen, um ihre Botschaft für den Umweltschutz zu verbreiten.

Am 21. November wurde die Statue „Pferd und Reiter“ des US-Künstlers Charles Ray in Paris mit orangefarbener Farbe übergossen. Dem Reiter legten sie ein Hemd mit der Aufschrift „We have 858 days left“ (Wir haben noch 858 Tage) an, was sich auf die Dreijahresfrist für die Reduzierung der…