Fußball-WM in Katar
Flick stellt sich: Um alles gegen Spanien

Bundestrainer Hansi Flick von Deutschland steht an der Seitenlinie. Foto

© Federico Gambarini/dpa

Die Spanier schießen sich vor dem Duell mit den deutschen WM-Fehlstartern in einen Rausch. Das spitzt die DFB-Situation zu. Der Bundestrainer muss nun Krise können – oder die WM ist ganz früh vorbei.

Auf der Rückfahrt durch die dunkle Wüste ins Team-Quartier ploppte bei Hansi Flick und seinen nach dem 1:2 gegen Japan schwer gefrusteten Spielern Tor für Tor der Spanier gegen Costa Rica auf. Und spätestens als die Fußball-Nationalmannschaft am Mittwochabend in ihrem Luxushotel am nördlichsten Zipfel von Katar eingetroffen war und zum Abendessen das 7:0 als Endergebnis feststand, musste auch dem Letzten im DFB-Tross bewusst geworden sein, wie arg sich die Lage bei der Weltmeisterschaft zugespitzt hat. 

Schon am Sonntagabend (20.00 Uhr/ZDF und MagentaTV) könnte bei einer weiteren Niederlage gegen Angstgegner Spanien das nächste Vorrunden-Aus vier Jahre nach dem historischen WM-Desaster in Russland besiegelt sein. Und zwar dann, wenn die Japaner einige Stunden zuvor auch gegen Costa Rica punkten. „Wir haben jetzt Druck auf dem Kessel“, sagte Offensivakteur Kai Havertz. Kapitän Manuel Neuer bewertete den WM-Einstieg als „Vollkatastrophe“. Und Spaniens Trainer Luis Enrique kündigte berauscht von der Torgala seines spektakulären Teams an: „Wir werden genauso versuchen, gegen Deutschland zu spielen.“ 

Flick muss sich beweisen

Alle Augen richten sich jetzt auf Hansi Flick. Der Bundestrainer muss zeigen, dass er ein starker und erfolgreicher Krisenmanager sein kann. Der 57-Jährige ist mit seinem Team im Grunde zum Siegen verdammt, erst gegen Spanien und anschließend gegen Costa Rica. Wie das gelingen soll, das will er am Donnerstag erklären: Flick stellt sich außerplanmäßig in…