Frankreich
Ungewöhnlicher Protest: WM-Gegner schalten TV-Übertragungen mit manipulierten Fernbedienungen ab

Aus Protest gegen die Fußball-Weltmeisterschaft in Katar schaltet eine Gruppe von Gegnern die Fernseher in Pariser Bars mit manipulierten Fernbedienungen aus (Symbolbild)

© Remon Haazen / Imago Images

Zeichen setzen aus 45 Metern Entfernung: In Frankreich macht eine Gruppe WM-Gegner von sich reden, indem sie die Fernsehübertragungen aus Katar in Pariser Bars kappen. Dazu nutzen sie manipulierte Fernbedienungen.

Aus Protest gegen die Fußball-Weltmeisterschaft in Katar schaltet eine Gruppe von Gegnern die Fernseher in Pariser Bars mit manipulierten Fernbedienungen aus. Der Zeitung „Le Parisien“ zeigte die Gruppe, wie sie die kleinen Sender mit der Bezeichnung „TV-B-Gone“ montiert. Diese ermöglichen es auf eine Entfernung von bis zu 45 Metern, die Fernseher unterschiedlichster Marken schwarz zu schalten. Mit der Kamera begleitete die Zeitung einen der Aktivisten in ein Lokal, wo dann plötzlich – sehr zum lautstarken Unmut der Fans – der Fernseher ausging.

Sobald der Bildschirm schwarz ist, „kann man auch zu den Leuten gehen und es ihnen erklären“

„Die Idee ist nicht, politische Entscheidungen auf dem Rücken der Fans auszutragen oder sie zu ärgern“, sagte Dan Geiselhart, der den Treff zum Montieren der Fernbedienungen mit einem Hacker zusammen angestoßen hat. „Vielmehr geht es darum, ein Zeichen zu setzen und zu sagen, dass man den Fußball lieben kann, aber auch sagen kann, dass bei dieser Weltmeisterschaft einige Dinge nicht in Ordnung sind.“ 

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Geiselhart betonte die Notwendigkeit des Dialogs, wenn man die Übertragung eines Spiels in der Bar unterbricht und riet von Konfrontationen ab. „Und wenn man…