Nach dem Skandal um die „One Love“-Armbinde äußern erste Fußball-Landesverbände offen ihren Unmut über Fifa-Chef Gianni Infantino. Man ist wütend und entzieht ihm die Unterstützung.

Der Streit um die „One-Love“-Armbinde zwischen einigen Fußballverbänden der WM in Katar und der Fifa zieht weitere Kreise. Erste Fußball-Landesverbände zeigten sich erzürnt über dessen Präsident Gianni Infantino.

Am Mittwoch hielt der dänische Fußballverband DBU eine Pressekonferenz ab, auf der man mitteilte, dass man Infantino nicht länger unterstütze. Auch eine Unterstützungserklärung für die Wiederwahl von Infantino wolle man nicht geben, erklärte DBU-Präsident Jesper Møller.

„Wir müssen jetzt reagieren. Wir haben das Gefühl, dass wir müssen. Was geschehen ist, ist zutiefst verwerflich. Wir werden diese Dinge rechtlich klären lassen“, so Møller. „Es gibt nur einen Kandidaten und wir müssen abwarten, ob ein neuer Kandidat kommt. Es ist noch etwas Zeit. Aber Dänemark wird den derzeitigen Präsidenten nicht unterstützen“.

Dänemark erwägt nicht, aus Fifa auszutreten

„Ich war seit 1998 unter der DBU und fünfmal mit der dänischen Nationalmannschaft bei der WM, und es ist völlig inakzeptabel und zutiefst verwerflich, was da passiert ist.“

Meldungen, dass die DBU sogar einen Austritt aus der Fifa erwägen, seien falsch, hieß es unterdessen. „Einige Medien haben das Missverständnis verbreitet, dass die DBU aus der Fifa austreten wird“, sagte DBU-Kommunikationschef Jakob Hoejer der Nachrichtenagentur Reuters.

„Das wurde auf der Pressekonferenz nicht gesagt. Wir sind kritisch und unzufrieden und werden den derzeitigen Fifa-Präsidenten nicht wählen. Wir werden das weitere Vorgehen mit unseren nordischen und europäischen Kollegen besprechen.“

Nach Angaben der DBU…