Mutmaßliche Tat in 90er Jahren
US-Autorin reicht Vergewaltigungsklage gegen Trump ein – der Ex-Präsident dementiert „totale Lüge“

E. Jean Carroll und Donald Trump stehen sich wegen des Vorwurfs der Verleumdung seit 2019 vor Gericht gegenüber

© Alec Tabak / DPA

Bereits vor drei Jahren hatte die US-Kolumnistin Jean Carroll Ex-Präsident Donald Trump vorgeworfen, sie in den 1990er Jahre vergewaltigt zu haben. Trump weist bis heute alle Vorwürfe zurück. Nun zieht die Autorin erneut vor Gericht.

Die US-Kolumnistin E. Jean Carroll hat Ex-Präsident Donald Trump wegen des Vorwurfs der Vergewaltigung verklagt. Carrolls Anwälte forderten in der am Donnerstag bei einem Gericht in Manhattan eingereichten Klageschrift wegen Körperverletzung und Rufschädigung unter anderem Schadenersatz. Die heute 78-Jährige wirft Trump vor, sie 1995 in einem New Yorker Kaufhaus vergewaltigt zu haben. Bislang konnte sie den Ex-Präsidenten nur wegen Verleumdung verklagen, da die mutmaßliche Tat verjährt war. 

Ein neues Gesetz, das am Donnerstag im Bundesstaat New York in Kraft trat, ermöglichte ihr nun die neue Klage. Dem Gesetz zufolge können mutmaßliche Vergewaltigungsopfer unabhängig von Verjährungsfristen mutmaßliche Täter auf Schadenersatz verklagen. 

Trump weißt Vergewaltigungsvorwurf zurück: „Sie ist nicht mein Typ“

Carroll und Trump stehen sich in dem Fall seit 2019 wegen des Vorwurfs der Verleumdung vor Gericht gegenüber. Carroll hatte dem damaligen Präsidenten Trump 2019 öffentlich vorgeworfen, sie in den 90er Jahren in einem Luxus-Kaufhaus in New York in einer Umkleidekabine vergewaltigt zu haben. Trump wies die Anschuldigungen mit den Worten zurück, die frühere Kolumnistin für das Magazin „Elle“ würde „total lügen“. Er fügte hinzu: „Sie ist nicht mein Typ.“ 

Carroll verklagte Trump in…