Deutscher Städtetag
Kommunen fürchten Stromausfälle: „Krisenstrukturen stärken“

Markus Lewe, Präsident des Deutschen Städtetages, spricht auf einer Pressekonferenz zum Abschluss des Deutschen Städtetages. Foto

© Moritz Frankenberg/dpa

Energiekrise, mehr Geflüchtete, Hilfen für Bürgerinnen und Bürger in Not: Die aktuellen Krisen sind aus Sicht der Kommunen nur mit größerer Unterstützung von Bund und Ländern zu bewältigen.

Angesichts von drohenden Blackouts fordert der Deutsche Städtetag, dass Bund, Länder und Kommunen beim Katastrophenschutz besser zusammenarbeiten. Einen langanhaltenden Ausfall der Energieversorgung könnten die Städte nicht allein bewältigen, sagte der Präsident des kommunalen Spitzenverbandes, Markus Lewe, am Mittwoch in Hannover.

„Beim Strom müssen wir uns auf Blackouts vorbereiten – sie können wenige Minuten dauern, in schlimmen Fällen aber auch mehrere Stunden.“ Auch Cyberangriffe oder Sabotage auf kritische Infrastruktur seien nicht auszuschließen, betonte der CDU-Politiker, der auch Oberbürgermeister von Münster ist.

Der Katastrophenschutz der Städte benötige unter anderem mehr Personal für Krisenstäbe und Feuerwehren, Notstromaggregate sowie einen Vorrat an Treibstoffen. Kritische Infrastruktur wie Krankenhäuser und Wasserversorgung müssten aufrechterhalten werden. „Wir können aus der Corona-Pandemie lernen und Krisenstrukturen stärken“, sagte Lewe und kritisierte, dass der Bund laut Haushaltsentwurf das Budget für das bundesweite Sirenen-Programm kürze statt aufstocke. Beim Warn- und Alarmsystem sollte man sich nicht nur auf Handys verlassen, meinte er.

Vorsorge ohne Panik

Der Städtetags-Präsident hob aber auch die Eigenverantwortung der Bevölkerung hervor: Die Bürger müssten wieder einüben, was sie an Vorsorge brauchten,…