Covid-19
Lauterbachs Corona-Appell: „Jetzt nicht Geduld verlieren“

„Jetzt gibt es hier einen Überbietungswettbewerb: Welches Land kann zuerst lockern? Das ist ein Stück weit populistisch“: Karl Lauterbach. Foto

© Carsten Koall/dpa

Vor dem nächsten Pandemie-Winter kommen staatliche Schutzvorgaben teils schon ins Bröckeln. Der Gesundheitsminister sieht als „gute Nachricht“ Chancen auf Entspannung – nur eben noch nicht jetzt.

Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach hat angesichts von Aussichten auf eine baldige Entschärfung der Corona-Lage vor zu früher Sorglosigkeit gewarnt. „Verlieren wir jetzt bitte nicht die Geduld“, sagte der SPD-Politiker im Bundestag. Es gelte, die Feiertage und ältere und vorerkrankte Menschen abzusichern.

„Wir haben hier noch ein paar Monate, wo es schwerer sein wird. Dann können wir anders damit umgehen.“ Aus den Ländern kommt ein Vorstoß für ein bundesweit einheitliches Ende der Maskenpflicht in Bussen und Bahnen des Nahverkehrs im Frühjahr.

Lauterbach erläuterte, es gebe „Hinweise auf eine Entschärfung der Situation“. Dies sei eine „gute Nachricht“ und hänge damit zusammen, dass die Weiterverbreitung in eine Sackgasse zu geraten scheine – indem nur noch geringe Veränderungen für das Virus möglich seien, noch ansteckender zu werden. „Wenn es jetzt keine Sprunginnovationen durch das Virus mehr gibt, dann sehen wir tatsächlich im nächsten Jahr Möglichkeiten, mit dem Virus ganz anders umzugehen.“

Lauterbach appellierte zugleich: „Lassen Sie uns bitte jetzt nicht im Stich und auch nicht diejenigen, die auf unsere Hilfe angewiesen sind.“ Er warb erneut für eine Beibehaltung der weiterhin vom Robert Koch-Institut (RKI) empfohlenen Isolationspflicht für Infizierte von mindestens fünf Tagen. Die Isolationspflicht sei „die Möglichkeit, die wir haben“, damit der Einzelne sich nicht „in Angst“ am…