BKA-Statistik
Gewalt in Partnerschaften rückläufig – Frauen häufiger Opfer, Männer eher Täter

Eine Frau versucht sich vor Gewalt zu schützen

© Maurizio Gambarini / DPA

Die gute Nachricht zuerst: Die Gewalt in Partnerschaften geht zurück. Dafür steigt aber die Netzkriminalität, wie ein neuer Bericht des Bundeskriminalamts zeigt.

Die Zahl der angezeigten Gewalttaten unter Paaren und Ex-Partnern ist im vergangenen Jahr leicht gesunken. Laut einer aktuellen Statistik zur Partnerschaftsgewalt registrierten die Behörden 2021 bundesweit 143.016 Fälle, in denen ein aktueller oder ehemaliger Partner Gewalt ausübte oder dies versuchte – ein Rückgang um 2,5 Prozent im Vergleich zum ersten Corona-Jahr 2020.

Wie aus den Daten hervorgeht, die das Bundeskriminalamt am Donnerstag veröffentlicht hat, waren in den genannten Fällen insgesamt 143.604 Opfer involviert – ein Rückgang der Opferzahl um drei Prozent im Vorjahresvergleich. 80,3 Prozent der von Partnerschaftsgewalt Betroffenen waren demnach Frauen. In den meisten Fällen handelte es sich um vorsätzliche einfache Körperverletzung (59,6 Prozent).

Die BKA-Daten beziehen sich auf Fälle, bei denen die Ermittlungen 2021 abgeschlossen wurden. Die Tat selbst kann dabei schon früher begangen worden sein. 

Frauen immer noch überwiegend Opfer – Männer Täter

Wie bereits in den Vorjahren geht die Gewalt nach wie vor zum überwiegenden Teil von Männern aus (76,6 Prozent). Der Anteil weiblicher Tatverdächtiger ist in den vergangenen Jahren jedoch leicht gestiegen – auf nunmehr 23,4 Prozent (2020: 20,6 Prozent).

Von insgesamt 118.148 erfassten Verdächtigen waren 65,6 Prozent deutsche Staatsangehörige. Bei den nichtdeutschen Verdächtigen traten türkische Staatsangehörige mit einem Anteil von 5,4 Prozent am…