Biodiversität
Seltener Kleiner Wasserfrosch ist der Lurch des Jahres 2023

Der Kleine Wasserfrosch ist von der Deutschen Gesellschaft für Herpetologie und Terrarienkunde (DGHT) zum „Lurch des Jahres“ ernannt worden. Foto

© Axel Kwet/DGHT/dpa

Kleine Amphibie, große Auszeichnung: Über den Kleinen Wasserfrosch ist nur wenig bekannt. Und er ist nur schwer zu bestimmen. Das hat die Experten auf den Plan gerufen.

Der Kleine Wasserfrosch ist selten, wenig erforscht – und im kommenden Jahr ist er auch der Lurch des Jahres. Ziel der Auszeichnung sei es, für den Schutz der Art zu werben und auf die Defizite in der Forschung aufmerksam zu machen, teilte die Deutsche Gesellschaft für Herpetologie und Terrarienkunde (DGHT) mit Sitz im niedersächsischen Salzhemmendorf mit.

Der Kleine Wasserfrosch (Pelophylax lessonae) ist grasgrün gefärbt, es gibt aber auch Farbvarianten in blaugrün oder braun. Die Art ist eher in kleineren und nährstoffarmen Gewässern wie Waldmoorweihern heimisch. Allerdings ähnelt diese kleinste Grünfroschform in Mitteleuropa äußerlich stark dem Teichfrosch. Deshalb kann er nur von Spezialisten über Form und Größe des Fersenhöckers sicher bestimmt werden.

„Es ist nicht einfach mit den Wasserfröschen in Deutschland“, sagt auch der DGHT-Geschäftsführer Axel Kwet aus Fellbach bei Stuttgart. Drei äußerlich sehr ähnliche Arten besiedelten die Uferzonen. Besser bekannt sei der häufige Teichfrosch, der im Frühsommer durch lautstarke Konzerte am Gartenteich auffalle. „Zwischen den beiden Arten zu unterscheiden, gelingt selbst Biologen nicht immer – zumal mit dem größeren Seefrosch noch ein dritter Vertreter in Deutschland vorkommt“, sagt Kwet.

In der Regel trete der Kleine Wasserfrosch auch nicht allein auf, sondern bilde fast immer Mischpopulationen mit dem Teichfrosch. „In vielen Fällen ermöglichen nur die genetischen…