Leipzig
Ein Amazon-Mitarbeiter stirbt während seiner Schicht – und der Betrieb läuft weiter

Amazon-Gebäude in Leipzig

© Star-Media / Imago Images

In Leipzig ist im August ein Amazon-Mitarbeiter während seiner Schicht gestorben. Mehrere Arbeiter kritisieren das anschließende Vorgehen von Amazon. Der Versandriese erklärt auf RTL-Anfrage, dass ein „falsches Bild“ von dem Geschehen entstanden sei.

Dieser Beitrag erschien zuerst bei RTL.de. 

In dem Leipziger Logistikzentrum von Amazon ist vor einigen Wochen ein Mitarbeiter während seiner Schicht gestorben. Pappe soll um die Leiche herum aufgebaut worden sein – als Sichtschutz für die Angestellten, die weiterarbeiten mussten. Das berichtet „CORRECTIV.Lokal“. Mehrere Arbeiter kritisieren das Vorgehen von Amazon. Der Versandriese erklärt auf RTL-Anfrage, dass ein „falsches Bild“ von dem Geschehen entstanden sei. Die Trauer über den verstorbenen Mitarbeiter sei groß. 

Amazon stellte den Schichtbetrieb trotz Todesfall nicht ein 

Am 15. August brach ein Amazon-Mitarbeiter am frühen Nachmittag einfach zusammen. Wenig später suchte Andreas, der anonym bleiben möchte und seinen echten Namen nicht nennt, in einer Nachbarhalle Pakete zusammen. Nach dem Vorfall kamen Ärzte, die Polizei und ein Leichenwagen fuhr vor. Der Schichtbetrieb lief weiter, wie vom Management vorgegeben – auch in der Halle, wo der Kollege gestorben war, berichtet „CORRECTIV.Lokal“. Andreas und sieben weitere Mitarbeiter haben mit der Plattform über den Umgang mit dem Tod des Kollegen gesprochen und ihre Erlebnisse an dem Tag geschildert.

Es war kein Arbeitsunfall. Offenbar handelte es sich hier um einen natürlichen Tod, wie die Polizei bestätigte. Die Mitarbeiter geben dem Versandhändler keine Schuld. Viel mehr ist hier der Umgang mit dem Vorfall das Problem. „Wäre ich an ihrer Stelle gewesen“,…