Alexander Falk war ein Shootingstar der Wirtschaft: Anfang der 2000er gehörte er zu den 100 reichsten Deutschen. Dann stürzte er ab. Betrug, Kursmanipulationen und ein mutmaßlicher Anschlag wurden ihm vorgeworfen. Nun hat der BGH ihn auch im Revisionsprozess schuldig gesprochen.

Es wirkt wie ein Fall aus einem Krimi: Bilanzfälschung, manipulierte Umsätze, Millionenklagen – und ein Anwalt, der zum Schweigen gebracht werden soll. Nun hat der Bundesgerichtshof die Freiheitsstrafe für Alexander Falk, Sohn des Verlegers bekannter Stadtpläne, Gerhard Falk, bestätigt. 

Falk muss also aller Voraussicht nach zum zweiten Mal ins Gefängnis. Der Bundesgerichtshof (BGH) verwarf am Mittwoch die Revision des 53-Jährigen gegen seine Verurteilung zu einer viereinhalbjährigen Haftstrafe. Damit ist ein Urteil des Frankfurter Landgerichts aus dem Juli 2020 rechtskräftig, wonach Falk Kriminelle beauftragt hatte, einen Wirtschaftsanwalt anzuschießen.

Die Geschichte von Alexander Falk ist eine von ganz oben nach ganz unten. Er war gefeierter Star der sogenannten „New Economy“, gehörte zu den 100 reichsten Menschen in Deutschland – von all dem ist nicht mehr viel übrig geblieben.

Alexander Falk: Star der New Economy

In den 1990er Jahren ist Alexander Falk ein Shootingstar der Wirtschaftsszene. Der Sohn des Verlegers Gerhard Falk, der die bekannten Faltpläne herausgab, glaubt nicht an die Zukunft von gedruckten Stadtplänen. Er setzt voll auf Digitalisierung und ist sich sicher, dass zukünftig Navigationsgeräte ihre Nutzer sicher ans Ziel bringen werden. 1996 verkauft er seine Unternehmensanteile am Falk-Verlag an Bertelsmann – für etwa 25 Millionen Euro. 

Mit dem Erlös steigt Falk voll in den Markt ein, der sich wenig später „New Economy“ nennen wird – der neue Markt. Hier dreht sich alles um neue…