Paul Pogba, N’Golo Kanté und Presnel Kimpembe konnten wegen Verletzungen gar nicht erst mit zur Fußball-WM nach Katar fahren. Christopher Nkunku von RB Leipzig war dabei, verletzte sich aber im Training und sein WM-Traum platzte. Schließlich musste auch Ballon-d’Or-Gewinner Karim Benzema die Segel streichen, weil er sich nach gerade erst überstandener Blessur auf dem Trainingsplatz gleich wieder verletzte. Ein wahrer Fluch schien auf dem amtierenden Weltmeister zu liegen.

Und auch beim ersten WM-Auftritt der Equipe Tricolore in Katar dauerte es nicht lange bis zur nächsten Hiobsbotschaft: Nicht genug, dass Außenseiter Australien durch Craig Goodwin früh und überraschend in Führung ging (9. Minute). Verteidiger Lucas Hernandez verdrehte sich beim Versuch, die Flanke des Ex-Bundesliga-Stürmers Matthew Leckie noch zu verhindern, ohne Fremdeinwirkung das Knie. Mit offenbar großen Schmerzen blieb der Profi des FC Bayern liegen, kurz danach wurde er gestützt auf zwei Betreuer vom Feld geführt. Eine genaue Diagnose gab es bis zum Spielende noch nicht.

Doppelschlag nach Doppel-Schock

Diesen doppelten Schock mussten die Spieler von Frankreichs Nationaltrainer Didier Deschamps erst einmal verdauen. Fast hätten die Australier die französische Verunsicherung sogar für ein zweites Tor genutzt, scheiterten aber knapp.

Dann aber setzte sich die – trotz aller Ausfälle vorhandene – Klasse der Franzosen durch. Mit einem Doppelschlag durch Adrien Rabiot (27.) und Olivier Giroud (32.) drehte die Equipe Tricolore das Spiel noch vor der Pause. Nach dem Seitenwechsel nahmen die Franzosen den Gegner dann genüsslich auseinander. Kylian Mbappé (68.) und noch einmal Giroud (71.) machten den Deckel drauf und stellten den 4:1 (2:1)-Endstand her.

Nicht schon wieder: Offenbar hat sich auch Lucas Hernandez so schwer verletzt, dass das WM-Aus droht

„Jetzt werdet mal richtig wach!“, soll Deschamps in der Pause zu seinen Spielern gesagt haben, so erzählte es Olivier Giroud nach der…