Guten Morgen liebe Leserinnen und Leser,

bestimmt haben Sie bei den Minusgraden am Wochenende die Heizung zuhause bei sich aufgedreht. Wenn auch wegen der Energiepreise vielleicht nicht ganz so hoch, wie sonst. In der Ukraine geht das derzeit nicht so leicht. Auch dort bricht der Winter an, aber Russland hat die Energieinfrastruktur so stark beschädigt, dass die Regierung in Kiew nun Wärmestuben für die Bevölkerung einrichtet. Mehr als 4000 solcher „Stabilitätspunkte“ in Schulen und Verwaltungsgebäuden sind landesweit nach Worten von Präsident Wolodymyr Selenskyj eingerichtet. Dort gibt es Strom, Internet, Wasser, erste Hilfe und – und das ist dieser Tage vielleicht mit am wichtigsten – Wärme.

Stromausfälle stehen in der Ukraine mittlerweile auf der Tagesordnung. Russische Attacken behindern die Fernwärme-, Gas- und Wasserversorgung. Die EU will deshalb heute über eine Resolution abstimmen, die Russland wegen der Angriffe auf zivile Ziele absehbar als staatlichen Sponsor von Terrorismus bezeichnen wird.

Wir zählen den 273. Kriegstag in der Ukraine und beginnen, wie gewohnt, mit einem Überblick über die jüngsten Ereignisse aus der Nacht:

Kiews Bürgermeister Vitali Klitschko stimmt Bürger auf „schlimmstes Szenario“ ein: flächendeckende Stromausfälle bei niedrigen Temperaturenukrainischer Sicherheitsrat sagt, Russland habe genug Raketen für weitere AngriffeSelenskyj: landesweit müssen noch 2000 besetzte Städte und Dörfer befreit werdenTschechien bereitet sich auf Krieg großen Ausmaßes gegen hoch entwickelten Gegner vorUnd das wird heute noch wichtig:
EU-Parlament stimmt über Terror-Resolution ab. Wegen der Angriffe auf zivile Ziele könnte Russland dann als staatlicher Sponsor von Terror gelistet werden. Und die deutsche Vizepräsidentin des EU-Parlaments, Nicola Beer, wird heute zu Gesprächen in Kiew erwartet.

Einen schönen Mittwoch wünscht Ihnen
Christine Leitner