Das Wichtigste in Kürze:

– Tote bei Angriffen auf Infrastruktur in Kiew und anderen Orten

– Kiews Bürgermeister Klitschko warnt vor harten Wintermonaten

– Auch Republik Moldau berichtet von Blackouts

– Ukraine richtet Tausende Notzentren ein

– EU-Parlament verurteilt Russland als Terrorismus-Unterstützer 

 

Aus der ukrainischen Hauptstadt Kiew und weiteren Gebieten sind erneut Raketenangriffe gemeldet worden. In Kiew wurden nach Angaben der dortigen Militärverwaltung drei Menschen getötet und sechs verletzt. Zudem wurde durch den russischen Beschuss auch ein Objekt der kritischen Infrastruktur beschädigt, wie Bürgermeister Vitali Klitschko im Nachrichtendienst Telegram mitteilte. Um welches Gebäude es sich handelte, ist unklar.

Kurzzeitig fiel das Antennenfernsehen aus und es gab stärkere Schwankungen im ohnehin angeschlagenen Stromnetz. Wenig später teilte Klitschko mit, dass in der gesamten Metropole mit ihren drei Millionen Einwohnern die Wasserversorgung ausgefallen sei. Im ganzen Land wurde Luftalarm ausgelöst.

Über Explosionen – teils auch durch die Flugabwehr – wurde auch aus den Gebieten Odessa, Mykolajiw, Poltawa und Dnipropetrowsk berichtet. Zu möglichen Opfern gab es zunächst keine Angaben. Die westukrainische Stadt Lwiw war Angaben von Bürgermeister Andrij Sadowyj zufolge nach Angriffen zunächst komplett ohne Strom.

Die Bürger in Kiew müssen laut Bürgermeister Vitali Klitschko mit schweren Wintermonaten rechnen

Klitschko:  „Schlimmster Winter seit dem Zweiten Weltkrieg“

Der Bürgermeister von Kiew, Vitali Klitschko, sieht seine Stadt vor schweren Monaten. „Das ist der schlimmste Winter seit dem Zweiten Weltkrieg“, sagte Vitali Klitschko der „Bild“-Zeitung (Mittwochsausgabe). Man müsse auf das „schlimmste Szenario“ von flächendeckenden Stromausfällen bei tiefen Temperaturen vorbereitet sein, so der Bürgermeister der ukrainischen Hauptstadt: „Dann müssten Teile der Stadt evakuiert werden“, warnte der ehemalige Profiboxer, der seit…