Das Wichtigste in Kürze:

– Kiews Bürgermeister Klitschko warnt vor dem Winter

– Ukraine richtet Tausende Notzentren ein

– Mutmaßlicher russischer Raketenangriff auf Entbindungsklinik

– Deutschland darf Firmen mit Milliarden bei Kriegsfolgen helfen

– Tschechische Armee reagiert auf veränderte Bedrohungslage

 

„Das ist der schlimmste Winter seit dem Zweiten Weltkrieg“, sagte Vitali Klitschko der „Bild“-Zeitung (Mittwochsausgabe). Man müsse auf das „schlimmste Szenario“ von flächendeckenden Stromausfällen bei tiefen Temperaturen vorbereitet sein, so der Bürgermeister der ukrainischen Hauptstadt: „Dann müssten Teile der Stadt evakuiert werden“, warnte der ehemalige Profiboxer, der seit 2014 die Geschicke der Millionen-Metropole leitet.

Vitali Klitschko, Bürgermeister von Kiew, warnt vor einem schweren Winter für seine Stadt

Er warf dem russischen Staatschef Wladimir Putin vor, durch Angriffe auf die zivile Infrastruktur die Ukrainer zur Flucht aus Kiew treiben zu wollen. „Putin will die Menschen terrorisieren, sie frieren lassen, ohne Licht.“ So solle Druck auf den ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj ausgeübt werden.

„Aber das wird nicht passieren. Mein Eindruck ist: Die Menschen werden nur noch wütender, noch entschlossener. Wir werden nicht sterben oder fliehen, so wie Putin es möchte“, sagte Klitschko. Er bat Deutschland, neben Waffen zur Verteidigung dringend auch Generatoren, Schutzkleidung und humanitäre Güter zu schicken.

4000 „Unbesiegbarkeitszentren“

Die Ukraine stellt im ganzen Land Notzentren zur Versorgung der Bevölkerung auf. Präsident Selenskyj bezeichnete die Versorgungsstationen, in denen Strom, Wärme, Wasser, Internet, Telefon und Medizin kostenfrei zur Verfügung stehen, als „Unbesiegbarkeitszentren“.

Ladekabel und Heizung – wie in dieser Bahnhofshalle in Cherson soll die Bevölkerung in Notzentren Hilfe bekommen

In seiner abendlichen Videoansprache sagte er: „Sollte es erneut zu massiven russischen Angriffen kommen und es ist…