Ski alpin
Dreßen zurück auf der Skipiste: „Will dahin, wo ich war“

Abfahrer Thomas Dreßen in Aktion. Foto

© Gabriele Facciotti/AP/dpa

Deutschlands bester Abfahrer ist wieder da! In Lake Louise fährt Thomas Dreßen sein erstes Weltcup-Rennen seit März 2020. Comeback in Lake Louise? Da war doch was.

Seine gute Laune hat Skirennfahrer Thomas Dreßen nach schwierigen Monaten längst wiedergefunden. „Etz kum i, da braucht’s wieder an Untertitel“, scherzte Deutschlands bester Abfahrer in schönstem Oberbayerisch, als er bei der Einkleidung des Deutschen Skiverbandes mal wieder einer Horde Journalisten gegenüberstand.

Der 29-Jährige aus Garmisch-Partenkirchen ist zurück und gibt am Freitag in Lake Louise über zweieinhalb Jahre nach dem letzten Weltcuprennen sein Comeback. „Ich will dahin, wo ich vorher war. Hoffentlich bisschen besser werden“, sagte Dreßen. Von seiner Rückkehr erhofft sich die deutsche Speed-Riege einen Push für das gesamte Team.

Dreßens Motivation ist zurück

Um sich an seinen letzten Weltcup-Auftritt zu erinnern, musste Dreßen kurz überlegen. „Das war vor dem ersten Lockdown. Schon brutal lang her“, sagte der Oberbayer. Zuerst bremste den Athleten vom SC Mittenwald eine Hüft-Operation aus. Dann sorgte ein Eingriff am vorgeschädigten rechten Knie dafür, dass der Deutsche die gesamte vergangene Saison inklusive Olympia verpasste. Mittlerweile hat Dreßen wieder „vollstes Vertrauen“ in seinen Körper. „Für mich ist die größte Beruhigung, dass jetzt alles passt“, sagte er.

Nicht nur der Körper passt, auch der Kopf ist wieder frei. „Als meine Teamkollegen letztes Jahr alle nach Amerika geflogen sind, und ich bis dahin noch gar nicht auf Schnee war und auch nicht wusste, wann es wieder auf den Schnee geht. Da bin ich mental bisschen in ein Loch gefallen“,…