Statistiker dürften sich hinsichtlich einer Prognose zu Japans Abschneiden bei der WM in Katar einig sein: Aus in der Vorrunde. Seit Japans erstmaliger Qualifikation für eine Fußball-Weltmeisterschaft im Jahr 1998 wechselten sich stets das Aus nach der Gruppenphase und das Achtelfinale ab. Nach dieser Logik müsste das Team von Trainer Hajime Moriyasu in Katar nach der Vorrunde die Heimreise antreten, denn 2018 in Russland schieden die „Samurai Blue“ im Achtelfinale gegen Belgien aus.

Bei der WM in Katar spielt Japan in Gruppe E gegen Deutschland, Spanien und Costa Rica – und ist gemeinsam mit den Costa Ricanern nur Außenseiter. Doch der Asienmeister von 2011 geht selbstbewusst ins Turnier, wohlwissend, dass auch Schwergewichte wie das DFB-Team (2018) und die Spanier (2014) in der Vergangenheit in der Gruppenphase gescheitert sind – und das sogar jeweils als amtierender Weltmeister. 

Acht Legionäre aus Deutschland

Doch Japans WM-Ziel geht über das Überstehen der Gruppenphase und das Achtelfinale hinaus: „Unser Ziel ist das Viertelfinale. Das wird nicht einfach, aber unsere Fans stehen hinter uns. Ich bin mir sicher, dass wir es schaffen können“, sagte Trainer Hajime Moriyasu bei der Bekanntgabe seines 26-köpfigen WM-Kaders in Tokio. Es wäre nach den drei Achtelfinal-Teilnahmen 2002, 2010 und 2018 das erste WM-Viertelfinale in Japans Fußballgeschichte.  

Schalkes Maya Yoshida (r.) ist Japans Kapitän und Abwehrchef

Um dieses Ziel zu erreichen, hat Moriyasu insgesamt acht Profis nominiert, die in Deutschland in der 1. und 2. Bundesliga unter Vertrag stehen, unter anderem Daichi Kamada von Eintracht Frankfurt, Ritsu Doan vom SC Freiburg und die beiden Stuttgarter Hiroki Ito und Wataru Endo. Insgesamt spielen 20 der 26 Spieler in Japans-WM-Kader nicht in der Heimat, sondern sind im Ausland beschäftigt.

Während der Qualifikation für Katar lag die besondere Stärke des Teams in der Defensive. In der entscheidenden dritten Qualifikationsrunde…