Israel
Ein Toter und Verletzte bei Anschlägen in Jerusalem

Israelische Polizisten der Spurensicherung ermitteln am Ort einer Explosion an einer Bushaltestelle. Foto

© Ohad Zwigenberg/HAARETZ/AP/dpa

Der jüngste Anschlag mit mehreren Toten ist gerade mal eine Woche her. Nun explodieren in Israel zwei Sprengsätze. Einige israelische Politiker fordern bereits ein härteres Vorgehen.

Bei Bombenanschlägen an zwei Bushaltestellen im Großraum Jerusalem sind ein Mensch getötet und 18 weitere verletzt worden. Darunter sind mehrere Schwerverletzte, wie der israelische Rettungsdienst Magen David Adom (MDA) am Mittwoch mitteilte. Die Polizei sprach vom Verdacht auf einen kombinierten Anschlag. Der scheidende Ministerpräsident Jair Lapid wollte am Mittag eine Dringlichkeitssitzung mit der Polizei- und Militärspitze abhalten. Bei dem Toten handelt es sich Medienberichten zufolge um einen 16-Jährigen. In Jerusalem hat es in der Vergangenheit immer wieder Anschläge militanter Palästinenserorganisationen gegeben.

Die erste Explosion ereignete sich am frühen Morgen an einer Haltestelle am Stadtrand, dabei wurden elf Menschen verletzt. Kurz darauf gab es Berichte über eine weitere Explosion an einer Haltestelle in Ramot nördlich der Stadt. Rettungskräfte kümmerten sich dort um drei Verletzte. Zudem wurden den Angaben nach vier weitere Patienten mit Stresssymptomen im Krankenhaus behandelt.

Berichte über Fernzündungen

Die Suche nach Verdächtigen laufe, teilte die Polizei mit. Medienberichten zufolge gebe es Hinweise darauf, dass die Sprengsätze aus der Ferne gezündet wurden. Wie die „Jerusalem Post“ berichtete, seien sie mit Nägeln und Schrauben gefüllt gewesen.

Zunächst bekannte sich keine Gruppe zu den Anschlägen. Die im Gazastreifen herrschende Palästinenserorganisation Hamas lobte…