Energie
LNG auf Zielgerade – Erstes Spezialschiff in Deutschland

Die „Neptune“ fährt in Hafen von Mukran vor der Küste der Ostseeinsel Rügen. Foto

© Stefan Sauer/dpa

Auch mit Hilfe von LNG will Deutschland einen Gasmangel verhindern. Dazu setzt es zunächst auf Spezialschiffe als schwimmende Terminals. Das erste dieser Schiffe ist nun angekommen.

Deutschlands Einstieg in den Import von Flüssigerdgas (LNG) wird langsam, aber stetig im Novembernebel über der Ostsee sichtbar. Am Mittwoch kam mit der „Neptune“ das erste Spezialschiff zur Umwandlung von LNG in den gasförmigen Zustand in einem deutschen Hafen an – zu einem Zwischenstopp auf der Insel Rügen. Ab Dezember soll es auf dem Festland in Lubmin bei Greifswald als schwimmendes Terminal zum Einsatz kommen.

Auch im niedersächsischen Wilhelmshaven und in Brunsbüttel in Schleswig-Holstein sollen Schwimmterminals noch in diesem Jahr an den Start gehen. Spätestens mit der Ankunft der 280 Meter langen „Neptune“ im Hafen von Mukran befindet sich das für Lubmin geplante Terminal auf der Zielgeraden. In der vergangenen Woche erteilte die Bundesnetzagentur wie zuvor für andere Terminals eine Ausnahmegenehmigung, so dass die Anlage von bestimmten Vorschriften befreit ist. Die EU-Kommission muss noch zustimmen.

Ehrgeiziger Zeitplan

Bis diese Zustimmung vorliegt, soll das Schiff der Betreiberfirma Deutsche Regas zufolge in Mukran bleiben. Hier soll etwa Reservetreibstoff abgepumpt werden, damit es durch den relativ flachen Greifswalder Bodden nach Lubmin kommt. Es handelt sich bei dem Schiff um das größte, das den Hafen von Mukran je angefahren ist.

Eigentlich war geplant, dass das Terminal schon am 1. Dezember betriebsbereit ist. Das wäre laut Deutscher Regas rein technisch immer noch möglich. Man habe mit dem ehrgeizigen Zeitplan die…