Steuern, Staatsgeheimnisse, Vergewaltigung
Donald Trump verliert vor dem Supreme Court – und hat noch reichlich juristische Fälle vor sich

Erfolgsentwöhnt schon seit längerer Zeit: Ex-US-Präsident Donald Trump

© Rebecca Blackwell/AP / DPA

Donald Trump ist es gewohnt, vor Gerichten zu kämpfen. Doch zuletzt agierte er dort glücklos, so wie jetzt vor dem Supreme Court. Der Oberste Gerichtshof entschied, dass Trump seine Steuerdokumente herausgeben muss. Ein Blick in immer noch dicke Strafakte des Ex-Präsidenten.

Schon den Großteil seines Lebens Jahren kämpft Donald Trump vor diversen Gerichten gegen allerlei Vorwürfe, Anschuldigungen und eigene Versäumnisse. Von den mehr als 3000 Prozessen, die er und seine Unternehmen bislang geführt haben, fallen in seine Zeit als US-Präsident rund zwei Dutzend. Meistens als Beklagter, in fünf Fällen als Kläger. Zu letzteren gehört auch die Weigerung, dem US-Kongress seine Steuerunterlagen offenlegen zu müssen. Trump war deswegen sogar vor das oberste Gericht und damit bis zur letzten Instanz gezogen. Und er hat verloren.

Donald Trump wehrt sich vergeblich

Der Supreme Court wies am Dienstag einen Antrag von Trumps Anwälten ab, die Übermittlung der Steuerdokumente an den Finanzausschuss im Repräsentantenhaus zu stoppen. Ein parlamentarischer Ausschuss hatte im Jahr 2019 gegen Trump geklagt, um eine Offenlegung seiner Steuererklärungen zu erzwingen. Der Republikaner wehrt sich seitdem mit allen rechtlichen Mitteln dagegen. Die Demokraten wollen unter anderem prüfen, ob sich aus den Unterlagen Interessenskonflikte des Ex-Präsidenten ergeben und ob er sich fragwürdiger Methoden bedient hat, um Steuern zu sparen.

Entgegen der üblichen Gepflogenheiten in den USA hatte der Immobilienunternehmer Trump seine Steuererklärungen weder als Präsidentschaftskandidat noch nach seinem…